Er bedrohte offenbar seine eigene Familie: Polizei erschießt Mann

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Der Zwergpudel Buarli in den „Fängen“ von Hundefriseurin Doris Lautner. „Für viele Leute ist der Hund wie ein Partner, der besondere Pflege und Fürsorge braucht“, sagt sie. sro

Warum Pudel Buarli nach Banane riecht

Ebersberg - Rund 70 Euro kostet Buarlis Frisur: Kämmen, Schneiden, Puschelschwanz und Pudelkrone. Der weiße Zwergpudel lässt geduldig alles mit sich machen: Brav hebt er sein Pfötchen, das sorgfältig ausrasiert wird.

„Die Hunde müssen das zulassen, sonst ist das mit den Scheren zu gefährlich“, erklärt Doris Lautner, die seit rund drei Jahren im Landkreis herumfährt und Pudeln, Hütehunden, Schnauzern oder Terriern einen neuen Look verpasst. Sie ist eine mobile Hundefriseurin.

Meistens duftet Buarli, der zu Lautners Stammkunden zählt, nach Banane. Alle zwei Wochen lassen seine beiden Besitzer Manfred Plinninger und Manfred Grasser für ihn warmes Wasser in die Badewanne ein. Buarlis Fell wird dann mit einem Haarshampoo und einer Spülung mit Bananenaroma eingeschäumt. „Sonst verfilzt sein Fell“, betont Grasser.

Das Schneiden und Stylen überlassen sie Lautner. Und das alle zwei Monate: „Wir haben Vertrauen in sie. Danach sieht unser Buarli immer so schön aus“, sind sich die beiden Ebersberger Hundebesitzer einig. Jedes Mal sehe er völlig anders aus. „Man kann so viele Eindrücke bei einem Hund mit der Frisur erzeugen“, schwärmt Lautner.

„Am Anfang dürfen mich die Hunde ein bisschen anschnuppern, damit sie mich kennenlernen“, so Lautner, die eigentlich gelernte „Menschen-Friseurin“ ist. Nachdem die 41-Jährige einige Zeit als Bürokraft gearbeitet hatte, machte sie eine vierwöchige Ausbildung bei einem renommierten Hundesalon in Frankfurt: „Ich war so ehrgeizig, dass ich gleich ein Jahr dort geblieben bin,“ erinnert sich Lautner. Dort hat sie auch spezielle Griffe gelernt, mit denen die Hunde angefasst werden müssen.

Später hat sie sich selbstständig gemacht. Sie fährt zu ihren Kunden nach Hause: „Für viele Leute ist der Hund wie ein Partner, der besondere Pflege und Fürsorge braucht“, so Lautner.

In ihrem Friseurkörbchen finden sich Effilierschere, Hundebürste, Hundekamm, Schermaschine und ein normaler Fön. Auch ein Pflegespray darf nicht fehlen. Bearbeitet werden die Tiere auf einem speziellen Klapptisch. „Jeder Hund hat ein Recht auf Pflege“, bekräftigt Lautner.

Bei Buarli soll es keine typische Pudelfrisur sein, wie Puppy oder Miami Style. Seine Herrchen wollen eher einen natürlicheren Look: „Buarli ist kein Modepudel. Er ist viel draußen“, betont Plinninger, der früher einen Terrier mit „Problemfell“ hatte. Deshalb achtet Lautner bei Buarli auf Natürlichkeit. Strähnchen müssen ihm nicht gemacht werden – er hat am Rücken eine braune Natursträhne.

Etwas unangenehm ist für Buarli die Ohrenpflege: „In den Ohren sammelt sich viel Schmutz“, weiß die Hundefriseurin. Die Krallen müssen diesmal nicht behandelt werden. Die hat sich Buarli gut abgelaufen.

Das abgeschnittene Fell sammeln Plinninger und Grasser: „Wir behalten das als Nistmaterial für die Vögel“, informieren sie. Zu kurz darf Buarlis Fell dieses Mal nicht geschnitten werden. Schließlich ist Winter. An ganz kalten Tage geht der Zwergpudel nur mit einem kleinen Mäntelchen Gassi. Nach eineinhalb Stunden ist es dann soweit. Lautner macht den letzten Schliff. Jetzt sieht Buarli wieder toll aus. Und er hat kein einziges Mal gebellt.

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