Atemwegserkrankungen sind im Landkreis Ebersberg der häufigste Grund für Krankschreibungen.
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Atemwegserkrankungen sind im Landkreis Ebersberg der häufigste Grund für Krankschreibungen.

AOK-Statistik: Die meisten Fehltage wegen Muskel- und Skeletterkrankungen

Landkreis Ebersberg: Weniger Krankmeldungen im Pandemie-Jahr

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
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Atemwegserkrankungen sind im Landkreis der häufigste Grund für Krankschreibungen. Das zeigt die aktuelle Auswertung der AOK zum Krankenstand für 2020.

Landkreis - 32,8 Krankmeldungen je 100 AOK-versicherte Arbeitnehmer gab es 2020 wegen dieser Krankheitsart. Im Jahr zuvor waren es 40,8 Krankmeldungen. Weitere 2,3 Arbeitsunfähigkeitsfälle entfielen auf die gesicherte Diagnose Covid-19, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland im März vergangenen Jahres zusätzlich erfasst werden. Muskel-/Skeletterkrankungen verursachten 23,5, Erkrankungen des Verdauungssystems 11,1 und Verletzungen 11,2 Arbeitsunfähigkeitsfälle.

„Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage“, so Martin Felber, zuständiger Direktor der AOK in Ebersberg. Statistisch gesehen war deswegen 2020 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis Ebersberg 4,2 Tage krankgeschrieben. 2,4 Fehltage ergaben sich aus Atemwegserkrankungen, 0,2 Krankheitstage wegen nachgewiesener Covid-19-Erkrankung und 2,4 Krankheitstage aufgrund von Verletzungen.

Schutzmaßnahmen möglicher Grund für weniger Krankmeldungen

Insgesamt haben sich im Pandemiejahr 2020 weniger AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis Ebersberg krankgemeldet. „Die Gesamtzahl der Krankmeldungen sank im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 Prozent“, so Martin Felber. Ein Grund dafür könnten die Corona-Schutzmaßnahmen sein: Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten, Maske tragen - die Ausbreitung anderer Krankheitserreger dürfte dadurch ebenfalls eingedämmt worden sein. Die durchschnittliche Dauer der Erkrankungen hingegen hat sich um 16,1 Prozent auf 13,0 Tage erhöht. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 14,0 Kalendertage krank.

Damit sind die AOK-versicherten Arbeitnehmer im Landkreis Ebersberg im bayernweiten Vergleich gesünder. Mit 3,9 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich weniger Beschäftigte krankgemeldet. Der Krankenstand sank im Landkreis um 0,1 Prozentpunkte.  

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