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Demenz: Infos und Hilfe für Betroffene und Angehörige online aus Ebersberg

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Von: Jörg Domke

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Das Thema Demenz ist allgegenwärtig. Um Demenz geht es auch bei einem Podiumsabend demnächst im alten kino in Ebersberg, allerdings wegen der Coronalage als Online-Veranstaltung konzipiert.
Das Thema Demenz ist allgegenwärtig. Um Demenz geht es auch bei einem Podiumsabend demnächst im alten kino in Ebersberg, allerdings wegen der Coronalage als Online-Veranstaltung konzipiert. © dpa

Demenz kann jeden treffen. Aber was dann? Betroffene und Angehörige stehen vor einem Berg von Fragen. Antworten gibt der Online-Projektabend aus dem alten kino in Ebersberg am 29. November.

Landkreis – Demenz, sagt Elfriede Melbert, sei etwas, was jeden von uns quasi zu jeder Zeit ereilen könne. Als direkt Betroffenen, die/der es oftmals mit schleichenden Krankheitsverläufen zu tun habe ebenso wie als Angehörige(r). Danach jedenfalls, so weiß die Sachgebietsleiterin Betreuungsstelle im Landratsamt Ebersberg, treten oft ganz plötzlich ganz viele Fragen auf einmal auf.

Fragen, die in der dann vielfach erhofften Geschwindigkeit kaum ausreichend beantwortet werden können. Fragen wie: Wie gehe ich mit Demenz um? Wo bekomme ich Hilfe? Ab wann spricht man eigentlich von Demenz? Wie erkenne ich, dass ein Angehöriger dement ist? Welche rechtlichen Dinge greifen nach einer Erkrankung?

Hoffnungslos ist die Lage damit nicht. Es gibt, für Erkrankte wie betroffene Angehörige, gemeinsame Wege. Genau so lautet auch das Thema einer Podiumsdiskussion, zu der die Projektgruppe Demenz in der Gesundheitsregion Plus in Ebersberg am Montag, 29. November, einlädt. Ursprünglich war der Termin ab 19 Uhr als Präsenzveranstaltung im alten kino Ebersberg konzipiert worden, aufgrund der immer stärker werdenden pandemischen Lage im Landkreis hat man sich jedoch frühzeitig entschlossen, dass der Informationsabend zu einer Onlineveranstaltung wird, in die sich jeder Interessierte relativ unkompliziert einloggen kann.

Zur Einführung in das Thema wird es, so Melbert in einem Gespräch mit der Ebersberger Zeitung, eine Filmvorführung geben. Der Streifen trägt den gleichen Titel wie der Abend: „Gemeinsame Wege – wie gelingt das bei Demenz?“

Der Kurzfilm ist 2019 im Auftrag des Bayerischen Justizministeriums von der Betreuungsstelle des Landratsamtes initiiert worden und, in Kooperation mit örtlichen Vereinen, im Landkreis Ebersberg auch gedreht worden. Er behandelt die Geschichte zweier Personen, die eine rechtliche Betreuung benötigen und eines ehrenamtlichen rechtlichen Betreuers, der gerade in das Ehrenamt einsteigt. Unter anderem werden im Film viele Situationen und Fragestellungen im Zusammenhang mit der demenziellen Erkrankung der Protagonistin Martha angesprochen.

Diese sind dann Thema im anschließendem Podiumsgespräch mit Dr. Julia Hartmann, Neurologin und Palliativmedizinerin, Elfi Melbert, Leiterin der Betreuungsstelle im Landratsamt Ebersberg und Magret Mohring, die als Angehörige die täglichen Anforderungen in der Begleitung eines demenziell erkrankten Menschen erlebt. Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Johanna Feckl. Eine Teilnahme ist kostenfrei.

Was ist zu tun? Wer sich am 29. November zu der Diskussionsrunde zuschalten möchte, der muss folgenden Link für den Livestream anwählen:

https://vimeo.com/643585907/983dc8dc32

Über die Mailadresse vorsorgeberatung@lra-ebe.de können die Zuschauer im Anschluss weitergehende Informationen abfragen bzw. auch direkt noch Fragen ans Podium stellen. Elfriede Melbert: „Was wir da nicht schaffen, beantworten wir im Nachgang zur Veranstaltung, manche Menschen brauchen ja länger, um ihre Fragen zu formulieren – dem wollen wir entgegenkommen in dieser schnellen Welt“.

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