Wieder der Brandschutz - diesmal als Sonderfall

Glonn - Rund zwei bis drei größere Veranstaltungen führen verschiedene Glonner Vereine jährlich in der Turnhalle durch. Nach der geänderten Versammlungsstättenverordnung müsste die Halle brandschutztechnisch aufgerüstet werden, wenn sie eine Versammlungsstätte (über 200 Personen) sein soll.

So hätte unter anderem ein zweiter, entgegengesetzter Fluchtweg an der Westseite des Gebäudes installiert werden müssen. „Ein Wahnsinnsaufwand“ - darin waren sich die Mitglieder des Glonner Hauptausschusses in ihrer Sitzung am Dienstagabend einig und verständigten sich auf eine vom Landratsamt Ebersberg vorgeschlagene, andere Variante.

Demnach wird auf die Nutzung als Versammlungsstätte verzichtet. Für größere Veranstaltungen wie Theateraufführungen wird im jeweiligen Einzelfall eine gesonderte Genehmigung beim Landratsamt eingeholt. „Dazu muss jeweils ein Bestuhlungsplan und eine Erklärung eingereicht werden, wie das Ganze brandschutztechnisch gesichert ist“, hieß es in der Sitzung. Dann dürften auch mehr als 200 Personen an der Veranstaltung teilnehmen. „Aber eben immer nur mit der Sondergenehmigung“, betonte Reinhard Brilmayer vom Glonner Bauamt gegenüber der EZ. Weiter hieß es in der Sitzung, kleinere Erweiterungen, die zum Teil schon beauftragt seien, müssten noch durchgeführt werden, beispielsweise das Anbringen der Fluchtwegschilder. Empfohlen, im Moment aber nicht zwingend notwendig, sei der Austausch von PVC- und Linoleumböden sowie der Holzdecke. Vier- bis fünfmal jährlich könnten diese größeren Veranstaltungen in der Halle stattfinden. „Das muss man halt in einem ausgewogenen Verhältnis ausschöpfen“, appellierte Bürgermeister Martin Esterl (SPD/KommA) an die Vereine.

Von Tanja Beetz

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