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Riesige Marmorkarpfen sorgten für Überraschung beim ersten Abfischen des Klostersees vor Jahren.

Wieder spannender Fischzug am Klostersee

Ebersberg - Fast wäre es ein wenig in Vergessenheit geraten: Der Klostersee muss wieder abgelassen werden. Die Zaungäste erwartet im Herbst ein spannendes Schauspiel. Der Anglerbund Ebersberg muss Vorarbeiten leisten.

Bei der Jahreshauptversammlung der Ebersberger Fischervereinigung gab Vorsitzender Rupert Lang Details bekannt. Weil der Ebersberger Klostersee zu vertraglich vereinbarten Revisionsarbeiten am Schlammabfangbecken abgelassen werden muss, wird der Fischbestand entnommen. Er soll im ebenfalls von dem Ebersberger Verein angepachteten Roten Weiher zwischen Ebersberg und Grafing „zwischengelagert“ werden. Weil sich der Ebersberger Fischerverein nicht so ohne weiteres einen neuen Fischbesatz mit großen Raubfischen wie Hecht und Zander leisten könnte, werden die Fische nach Abschluss der Maßnahmen wieder zurückgesetzt - alles in enger Zusammenarbeit mit der Fischereifachberatung des Bezirkes Oberbayern.

Bereits bei der Abfischung des Gewässers vor einigen Jahren war das öffentliche Interesse riesig. Zur Überraschung aller brachte der Fischzug Marmorkarpfen an die Oberfläche, die groß waren wie junge Delfine und vom Alter her etwa als „Twen“ gelten können. Diesmal könnten dem Vernehmen nach große Waller und Hechte im Netz landen.

Lang bedankte sich im Rahmen der Versammlung bei den Mitgliedern, die das ganze Jahr über Engagement zeigen, etwa bei der Uferpflege an den Gewässern, bei der Gewässerpflege selbst und auch bei der Jugendarbeit, für die Jugendleiter Michael Kreczik viel Lob bekam.

Ehrenvorsitzender Hagen Windolf appellierte an die erwachsenen Mitglieder, fleißig die Angelfischerei auszuüben - aber nicht etwa, um Fische zu fangen, sondern um dem Nachwuchs die Chance zu geben, eben das zu tun. Denn viele Jungangler des Vereins dürfen als Inhaber eines Jugendfischereischeines zwar schon angeln, aber nur in Begleitung eines Erwachsenen - und daran, so der Ehrenvorsitzende, sollte es nicht mangeln.

Der Anglerbund Ebersberg, so berichtete Schriftführer Christian Becher, hat ein bisschen unter Mitgliederschwund zu leiden und das, obwohl ein attraktives Gewässer im Landkreis Erding im Eigentum dazugekommen ist. Die Höchststände der Vergangenheit werden derzeit bei weitem nicht mehr erreicht, was den Anglerbund bei Arbeitsdiensten vor Probleme stellt.

Dass die Gewässer einen schönen Ertrag bringen, konnte dem Bericht des Gewässerwartes Stefan Ettl entnommen werden, der für seine Besatzpolitik Beifall der Mitglieder bekam. Der Verein bewirtschaftet inzwischen 13 Hektar Wasserfläche und leistet dabei aktiven Umweltschutz.

Von Michael Seeholzer

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