Windenergie: SPD froh über Zornedinger Haltung

Landkreis Ebersberg - Die Kreis-SPD begrüßt die mit deutlicher Mehrheit gefällte Entscheidung des Zornedinger Gemeinderates zum Windpark im Ebersberger Forst.

Wie berichtet, hält der Zornedinger Gemeinderat auf Antrag von SPD und Grünen an den bisherigen Planungen des Windparks fest.

Der vor kurzem von den drei Bürgermeistern der Anrainergemeinden „aus dem Hut gezauberte Vorschlag, die Windräder 500 Meter weiter in den Wald zu verschieben und auf eine Anlage zu verzichten, ist alles andere als schlüssig“, so der energiepolitische Sprecher der SPD, Sepp Mittermeier. „Wem wollte man mit diesem Kompromiss entgegen kommen?“, fragt er.

Die Position der Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst und des Vereins „Landschaftsschutz Ebersberger Land“, die ja angeblich die Bürger der angrenzenden Orte vertreten, sei eindeutig. Sie lehnten Windräder im Forst ab, egal wo sie dort gebaut werden sollen. Auch aus technischer Sicht mache eine Verschiebung keinen Sinn. Wer an der Informationsfahrt des Landkreises zum Windpark Zieger teilgenommen hat, habe feststellen können, dass selbst bei starkem Wind in 800 Meter Entfernung in Windrichtung keine Geräusche mehr wahrnehmbar gewesen seien. Mittermeier: „Andererseits wäre der Eingriff in den Wald bei einer Verschiebung größer, worauf auch Heinz Utschig, Leiter des Forstbetriebs Wasserburg, in seiner ersten Reaktion auf den Zornedinger Beschluss, hinweist. Und vermutlich würde auch die Wirtschaftlichkeit schlechter.“

In Zorneding sei eine Entscheidung auf sachlich vernünftiger Basis getroffen worden. Mit Spannung sei zu erwarten, wie sich nun die Gemeinden Anzing und Vaterstetten positionieren.

Von Michael Acker

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