Fordern mehr Transparenz: Catrin Dietl aus Purfing und Dietmar Haas aus Anzing. Foto: jödo

Windenergie: Sorge um Sog

Vaterstetten - Wegen des geplanten Windparks uím Ebersberger Forst hat sich eine Bürgerinitiative gegründet. Was diese will:

Unabhängige, neutrale Informationen. Politische Entscheidungen, die nicht unter Zeitdruck getroffen werden. Die Möglichkeiten, dass sich jeder Bürger selbst sein eigenes Bild machen kann. Eine in Zukunft betont sachliche Auseinandersetzung. Echte Transparenz über den bisherigen Werdegang, insbesondere was die Auswahl von derzeit kolportierten Standorten angeht. Und schließlich eine begleitete und koordinierte Auseinandersetzung am Mittwoch, 13. Juli, um 19.30 Uhr, in der alten Brennerei in Purfing, wenn es zum zentralen Infoabend der Gemeinde Vaterstetten in Sachen Windpark kommt: Das sind die Hauptforderungen, für die die Initiative „Gegenwind“ aus Purfing massiv wirbt.

Bisherige Aufklärungsversuche seien in der Summe noch völlig unzureichend gewesen, erklärten am Sonntag bei einem Redaktionsbesuch in Ebersberg Catrin Dietl (Purfing) und Dietmar Haas (Anzing), zwei Sprecher der Bürgerinitiative. Nachgefragt bei den Bürgern haben nämlich niemand, so die beiden Initiatoren. Zahlreiche Befürchtungen und Bedenken seien bis dato noch nicht ausgeräumt. Deshalb sei es jetzt wichtig, sich zu melden, so dass in den Gemeindegremien keine unumkehrbaren Entscheidungen getroffen würden. Sollten, wie geplant, sechs Windräder zwischen Frotzhofen und Pöring Wirklichkeit werden, befürchten die Anlieger eine Sogwirkung. „Ist die Landschaft erst einmal ruiniert, baut es sich ganz ungeniert“, wandelte Catrin Dietl ein bekanntes Wilhelm-Busch-Zitat um. Und Dietmar Haas fügte an: „Haben die Gemeinden Vaterstetten und Anzing erst einmal grünes Licht gegeben, wer schließt danach aus, dass bei der weiteren Standortsuche im Landkreis der Blick nicht wieder auf den Norden fällt?“

Von Jörg Domke

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