Schießerei an High School in Los Angeles: 15-Jähriger auf der Flucht

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Prächtiges Exemplar: Die Sommerlinde an der Kirche in Tegernau im November vergangenen Jahres . . .

Winterlicher Disput um Sommerlinde

Frauenneuharting - Die Auseinandersetzung um die Sommerlinde an der Kirche in Tegernau geht in die nächste Runde. Jetzt soll im Landratsamt Ebersberg die Haftungsfrage noch einmal genau geprüft werden. Der Gemeinderat glaubt nach wie vor, der Baum sei morsch, die Fachleute sagen, er sei gesund.

Die Vorgänge um die Sommerlinde füllen vermutlich bald einen eigenen Ordner. Seit 1957, so glaubt Bürgermeister Josef Singer, wird an ihr herumgeschnippelt. In der Liste der Naturdenkmäler ist die Linde enthalten - so wie viele andere Bäume. Und einmal im Jahr, so informierte das Landratsamt Ebersberg die Gemeinde im September schriftlich, müsse dieses Naturdenkmal untersucht werden.

Bei einer solchen Routineuntersuchung wurde von der Kreisbehörde selbst festgestellt, dass „Pflegemaßnahmen notwendig sind“. Die Kosten dafür, so wurde angekündigt, würden vom Landratsamt getragen werden. „Dann“, so beschreibt Singer die Situation, „ist aber bis zum Winter nichts passiert“.

Zwischenzeitlich wandte sich ein Anlieger an die Kommune, der in Sorge ist, dass ihm der Baum vor der Haustüre bei einem Sturm mal umfallen könnte oder Äste auf Passanten landen, die an der nahen Bushaltestelle auf den Bus warten. Die meisten Gemeinderäte gaben dem Mann Recht, aber auf einen Vorstoß der Kommune in der Unteren Naturschutzbehörde kam ein Schreiben, man habe bei dem Baum „keine Schäden festgestellt“ die die Verkehrssicherheit gefährden würden.

„Das war uns zu widersprüchlich“, meinte Singer. „Sind jetzt Maßnahmen notwendig oder nicht?“, fragte nicht nur er sich, sondern auch der Gemeinderat. Das Thema wurde im Ratsgremium noch einmal besprochen, es wurde ein Ortstermin angeregt.

Zwischendurch erschien ein Bericht in der Ebersberger Zeitung über den Vorgang. Im Anschluss wurde der Baum eingekürzt, wie Singer berichtet. Zu dem Ortstermin kam es aber trotzdem, bei dem neun Vertreter des Gemeinderats, der Bürgermeister, Fachleute und Vertreter der Kreisbehörde zugegen waren.

„Ergebnis war, dass nichts weiter veranlasst ist“, sagt Singer, bleibt aber skeptisch. Zwar hätten sich einige Gemeinderäte überzeugen lassen, dass von dem Baum jetzt keine Gefahr mehr ausgehe, andere wiederum blieben bei ihrer Ansicht: „Der Baum muss weg.“ In der Gemeinde war erst am Kriegerdenkmal ein Baum abgebrochen. Die Kommune ist gewarnt.

Für Bürgermeister Singer ist die Sommerlinde jetzt vor allem eine Frage der Haftung. „Denn haften muss der Grundstücksbesitzer“, sagt er. Das sei die Gemeinde. Und der Gemeinderat wolle den Baum eigentlich mehrheitlich entfernen und durch eine Neuanpflanzung an der selben Stelle ersetzen. Das kann das Ratsgremium aber nicht gegen den Willen der Unteren Naturschutzbehörde. Und dort ist man der Ansicht: „Der Baum bleibt“.

„Für uns ist jetzt die Frage“, so Singer, „ob die Kreisbehörde die Haftung auf uns abwälzen kann, wenn wir den Baum nicht beseitigen dürfen.“ Diese Frage soll in der Kreisbehörde geprüft werden. Singer sagt, dass in den Baum schon viel Geld investiert worden sei. Er kritisiert, dass der Zustand des Baumes von denselben beurteilt wird, die die Pflege durchführen.

Michael Seeholzer

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