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Wintervögel: Kohlmeise macht im Landkreis Ebersberg das Rennen

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Der Eichelhäher tritt häufiger auf. Foto: marcus Bosch
Der Eichelhäher tritt häufiger auf. Foto: marcus Bosch

Landkreis - 446 Vogelfreunde aus dem Landkreis Ebersberg haben sich an der Aktion „Stunde der Wintervögel“ des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) beteiligt. Das Ergebnis: Mit großem Vorsprung landete die Kohlmeise auf dem ersten Platz.

2103 Kohlmeisen wurden im Landkreis Ebersberg gezählt. Weit abgeschlagen war der Haussperling (1700). Auf den Plätzen drei bis sieben folgten Feldsperling (1418), Amsel (1278), Grünfink (1120), Buchfink (938) und Blaumeise (920).

Der Bergfink, der vergangenen Winter mit seiner Invasion viele Vogelfreunde beeindruckte, ließ sich diesmal nur spärlich blicken. 236 dieser Überwinterer aus Norwegen, Finnland und Russland wurden gesichtet, im vergangenen Winter waren es mehr als doppelt so viele. Auch beim Erlenzeisig tauchten wesentlich weniger Wintergäste auf als im vergangenen Winter (nur 159 im Vergleich zu 695). Dagegen war ein Einflug des Eichelhähers auffällig: Die Beobachter registrierten 192 Häher gegenüber 99 im Vorjahr.

Der Trend zur Überwinterung setzte sich bei manchen Zugvögeln weiter fort: 53 Ringeltauben waren trotz der dichten Schneedecke im Landkreis geblieben. Auch 26 Stare, 12 Hausrotschwänze und ein Zilpzalp hatten dem bis dahin schneereichen Winter getrotzt. Die Vogelfreunde staunten nicht schlecht über die hohe Anzahl (8) der Sperber. Dieser kleine und wendige Greifvogel folgte offenbar den Singvögeln zu den Futterplätzen, um dort leichter Beute zu machen.

Weitere seltene Entdeckungen waren 16 Seidenschwänze, vier Tannenhäher, drei Schwarzspechte, ein Habicht, ein Wanderfalke und eine Rotdrossel.

Richard Straub, Vorsitzender des LBV Ebersberg, freut sich über die rege Teilnahme: „Die vielen Rückmeldungen der Vogelfreunde helfen uns viel über das Verhalten der Vögel im Winter zu lernen. Die Freude an der Natur ist auch Voraussetzung dafür, dass wir sie erhalten."

Von Otto Hartl

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