Poings nächstes Neubaugebiet: Das W6 ähnelt in der Konzeption dem W5 („Zauberwinkel“). Eingegrenzt wird das neue Wohnquartier im Westen und Norden von der Bergfeldstraße, im Osten und Süden vom Bergfeldpark. PG Zwischenräume

Das wird Poings nächstes Wohnquartier

Poing - Die Gemeinde Poing im Osten von München wächst und wächst. Nun hat der Gemeinderat das nächste Wohnquartier durchgewunken. Hier wird Platz für weitere 1400 Menschen geschaffen.

Der Gemeinderat von Poing hat den Startschuss für das weitere Wachstum gegeben. In der jüngsten Sitzung winkten die Ratsmitglieder ohne Gegenstimme den Vorentwurf für das Wohnquartier 6 im Norden der Gemeinde durch. Dies entsteht westlich des Quartiers Nummer 5 ("Zauberwinkel"). Hier sind etwa drei Viertel der Häuser errichtet und bezogen. Laut Auskunft der Bauträger sind bereits alle Einheiten verkauft. Die einzige große Lücke ist das Grundstück für den sozialen Wohnungsbau. Wann dort der Landkreis zum Spaten greift, ist unklar.

Im "Zauberwinkel" ist Platz geschaffen worden für rund 1400 Menschen. In etwa die gleiche Anzahl soll sich im W6 ansiedeln. Wie im "Zauberwinkel" werden ebenfalls zehn Prozent der Grundstücke im Einheimischen-Modell vergeben, zehn Prozent sind für den sozialen Wohnungsbau reserviert, informiert Helmut Sloim, Sprecher der ARGE am Bergfeld.

Gezeichnet hat den Bebauungsplan die Planungsgemeinschaft Zwischenräume München, das bereits für den "Zauberwinkel" verantwortlich war. Weil sich hier einige Probleme aufgetan haben (unter anderem zu enge Anliegerstraßen und zu wenige öffentliche Standplätze für Mülltonnen), hat das Büro im W6 einige Details verändert. So sind die Anwohnerstellplätze nun einheitlich breit, tief und lang, was dazu führe, dass auch die Straßen die erforderlichen Maße einhalten, erläuterte Mechthild Siedenburg von der Planungsgemeinschaft Zwischenräume, die den Plan in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorstellte. Dabei versprach sie: "An allen Einmündungsstraßen gibt es Standplätze für die Mülltonnen."

Im Vergleich zum W5 werden im W6 laut Siedenburg mehr dreigeschossige Aufbauten erlaubt sein. Auch die Anzahl der zulässigen Garagen werde erhöht. Reduziert hingegen werden die öffentlichen Spiel- und Nachbarschaftsplätze: im W5 gibt es drei, im W6 werden es zwei sein.

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich der Gemeinderat sowie dessen Bauausschuss im Detail mit dem neuen Wohngebiet beschäftigen. Die Bauträger scharren derweil schon mit den Hufen. "Es gibt bereits Anfragen von interessierten Privatleuten für das nächste Baugebiet", berichtet ARGE-Sprecher Sloim.

Wie das W5 soll auch das W6 einen eigenen Namen bekommen. "Wir sind momentan in der Entscheidungsfindung", sagt Thomas Schächtl von der Marketingagentur Allmender. In etwa zwei Monaten soll die Bezeichnung des neuen Wohnquartiers bekannt gegeben werden.

Derzeit leben in der Gemeinde Poing knapp 14.500 Einwohner.

von Armin Rösl

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