Neue Flugblätter gegen die Ostumfahrung sind am heimischen Computer von Thomas Raabe in Vorbereitung. Foto: lan

"WirGrafinger" befürchten Falle

Grafing - Die ersten Flugblätter mit dem charakteristischen Logo sind bereits verteilt. Der Grafinger Bär, eingekreist von einem Straßenring im Osten und Westen, erhebt seine Tatzen. Für Thomas Raabe ist das Symbol Programm: „Grafing in der Ostumgehungsfalle.“

Zusammen mit anderen Bürgern hat Raabe die Initiative „WirGrafinger“ gebildet. Ihr Ziel: Die Ostumfahrung verhindern und für eine „vernünftige Verkehrsplanung“ werben. „Mit der Umgehung sind wir viel schlimmer dran, dann werden wir rund um Grafing im Verkehr absaufen.“

„Wir wollen nicht polemisieren, wollen mit allen fair umgehen und das trotz der ernsten Situation mit ein bisschen Humor“, so Raabes Begründung, warum er eine neue Gruppe gegründet hat. Er will eine Spaltung der Stadt vermeiden und stattdessen ein „Wir-Gefühl“ erreichen. Raabe hat Verständnis dafür, dass eine Umfahrung gefordert wird. „Das ist bei den aktuellen Verkehrsproblemen wie ein Reflex.“ Auch er habe die neue Straße zunächst als Lösung gesehen. „Dann aber habe ich nachgedacht.“ Für den promovierten Mathematiker bringt die Umgehung langfristig sogar mehr Belastung. Der Gutachter habe angenommen, es sei für den Verkehr aus Richtung Aßling unerheblich, ob es die Ostumgehung gebe oder nicht. „Aber das ist unseriös, da hat er sich verrechnet“, so Raabe. Und zusammen mit einem möglichen Gewerbe- und Wohngebiet im Grafinger Norden würde der Druck weiter steigen. Dann werde nach seiner Überzeugung auch eine „zusätzliche Westumgehung“ stark belastet. Damit wäre Grafing eingeschlossen und sämtliche Naherholungsgebiete wären nur noch per Auto erreichbar. „Und schon haben wir noch mehr Verkehr.“

Über Alternativen habe erbereits nachgedacht, so Raabe gegenüber der EZ. Zunächst müsse man sich aber auf die Verhinderung der Ostumfahrung konzenztieren. Und auch Befürworter der Umfahrung müssten laut Raabe beim Bürgerentscheid am 7. Dezember gegen die aktuelle Planung stimmen. „Denn nur mit einem Nein zur Trasse hat die Stadt eine wirklich starke Verhandlungsposition, wenn sie Verbesserungen erreichen will.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sommerzeit = Stadlzeit
Bei den Ottersberger Stadlkulturtagen von Rudi Zapf gastieren am Wochenende Lokalmatadoren. Einer von ihnen ist der Veranstalter selbst, Tausendsassa am Hackbrett.
Sommerzeit = Stadlzeit
Kirche will eigene Büros nicht bezahlen
Kein Witz: Die katholische Kirche will die Möbel fürs eigene Büro im neuen Pfarrheim Hohenlinden nicht bezahlen. Stattdessen hat sie den Gemeinderat um Zuschuss gebeten.
Kirche will eigene Büros nicht bezahlen
Besser geht’s nicht
Zum fünften Geburtstag hat das Grafinger Jugendorchester ein famoses Sommerkonzert im Alten Speicher Ebersberg hingelegt. Unsere Kritik:
Besser geht’s nicht
Heizzentrale: Ausbau schon ab 2020
Das Kommunalunternehmen Markt Schwaben will die Heizzentrale schon ab 2020 ausbauen. Die Nachfrage scheint entsprechend groß zu sein. 
Heizzentrale: Ausbau schon ab 2020

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion