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WSV-Mitglieder entscheiden über Sportheimbau

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Sepp Axenböck,
Chef des WSV Glonn. Foto: ger
Sepp Axenböck, Chef des WSV Glonn. Foto: ger

Glonn - Der Wintersportverein Glonn (WSV) plant den Bau eines Sportheims an der Haslacher Straße in Glonn. Es wird das größte Projekt werden, dass der 1600 Mitglieder starke Verein je in Angriff genommen hat.

Über den Planungsstand wird der Vorsitzende Josef Axenböck die Mitglieder am Donnerstag, 1. Dezember, um 20 Uhr im Glonner Bürgersaal informieren. „Die Mitglieder entscheiden“, beschreibt der langjährige Vorsitzende Sepp Axenböck die weitere Vorgehensweise. Bei einer außerordentlichen Vollversammlung im Frühjahr soll der endgültige Startschuss erfolgen, Baubeginn für das Sportheim mit Geschäfststelle könnte - wenn weiter alles planmäßig verläuft - im Herbst 2012 sein.

Derzeit arbeitet die Vorstandschaft fieberhaft an der Finanzierung, denn nur wenn alles sicher steht, will man zur Sondersitzung einladen. Die Gemeinde habe bereits eine Bürgschaft zugesichert, aber noch seien nicht alle Zuschuss-, Darlehens- und Spendenmöglichkeiten abgeklopft worden. Doch Axenböck ist zuversichtlich, dass die Finanzierung im Frühjahr steht.

Das WSV-Sportheim an der Haslacher Straße soll neben dem Gemeindebauhof, der sich gerade im Bau befindet, entstehen. Von dem 6000 Quadratmeter großen Areal sind allein 3000 Quadratmeter Ausgleichsflächen. „Eine Auflage der Unteren Naturschützbehörde im Zuge der Änderung des Flächennutzungsplans“, erklärt Axenböck. So werde die Anlage, trotz der Gebäude und der 35 Parkplätze, einer „Parklandschaft“ ähnlich aussehen.

Alle Aktivitäten des WSV sollen im neuen Sportheim zusammengefasst werden: der Kindersport, das vereinseigene Fitnessstudio „TOP FIT“, die Geschäftsstelle, die Gymnastikkurse und das Lager. Moderne Umkleiden mit Schließfächern sind ebenso geplant, wie Raum für Kinderbetreuung, eine Außenfläche mit Kinderspielplatz und Aufenthaltsmöglichkeiten. Das Raumkonzept hat eine Arbeitsgruppe eigens zusammengestellt. Eine weitere Arbeitsgruppe arbeite am Finanzierungskonzept und der Aquise von Spenden. Diese seien - neben Eigenleistungen der Vereinsmitglieder - ein wichtiger Baustein im Finanzkonzept. „Für eine große Spende könnten wir durchaus über den Hallennamen reden“, sagt der WSV Vorsitzende.

Die Notwendigkeit eines Sportheimbaus steht für Axenböck außer Frage: „Wir können derzeit nur die Hälfte der notwendigen Sportangebote für Kinder anbieten“. Für Axenböck ein unbefriedigender Zustand: „Die Schule reduziere den Sportunterricht und die Vereine sollen dies auffangen“. Doch leider fehlen in Glonn seit Jahren Sportflächen, obwohl die Gemeinde die Anmietung von Sportflächen außerhalb der Gemeinde unterstütze. Der Bau einer Sporthalle an der Schule musste 2008 endgültig begraben werden, da die Gemeinde ein solches Projekt finanziell nicht schultern konnte. Derzeit teilt sich der WSV mit dem ASV Glonn die Trainingsmöglichkeiten in der Schulturnhalle, aber für über 10-Jährigen kann der WSV derzeit keine sportlichen Angebote machen. Mit dem Sportheimbau sollen die Angebote für Kinder und die Gymnastikkurse aus der Schule geholt werden. Dann wäre wieder mehr Platz für Basket- und Volleyballer. „Zukunftsfähig“ will der WSV bleiben und das nicht nur bei seinen Sportangeboten sondern auch beim Sportheimbau. Ein modernes Gebäude mit geringen Energiekosten und einer guten Belüftung soll an der Haslacher Straße entstehen. „Die Mitglieder sind qualitätsbewusster geworden“, weiß der Vorsitzende. Das betreffe sowohl die Sportangebote als auch die Ausstattung der Sport- und Hygieneanlagen. Zur Realisierung des Sportheimprojekts gilt für Axenböck: „Nur wir alle gemeinsam können dieses Projekt schultern und realisieren - packen wir es gemeinsam an“.

Von Christine Gerneth

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