Zebrastreifen und Blitzer

Vaterstetten - Vaterstettener Ausschuss beschließt Maßnahmen, mit denen mehr Sicherheit auf den Straßen vorr allem für Kinder erreicht werden soll.

Zwei Kinder waren erst am vergangenen Wochenende an der Heimstettener Straße in Parsdorf bei einem Unfall verletzt worden, zwischen dem Möbelhaus Segmüller und den Geschäften im Outletcenter „Parsdorf City“, also dem Käfer-Gelände. Die Kinder waren vor ein fahrendes Auto gelaufen. Jetzt beschloss der Vaterstettener Verkehrsausschuss, dort probeweise einen Fußgängerüberweg einzurichten.

Dass es in der Straße gefährlich sein könnte, war schon länger klar. Vor allem am Wochenende ist dort wegen der Geschäfte viel Verkehr. „Am Samstag ist dort die Hölle los“, so CSU-Gemeinderat Benedikt Weber.

Auf Anregung von Bürgern hatte es bereits Anfang Juli einen Ortstermin mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim, dem Landratsamt Ebersberg und der Polizeiinspektion Poing gegeben. Der Vorschlag: Zunächst einen Fußgängerüberweg für sechs Monate auf Probe zu erstellen. In diesem Zeitraum soll die Wirksamkeit der Maßnahme überprüft werden. Sollte sich die Einrichtung bewähren, wird der Zebrastreifen nach gesetzliche Vorgaben gebaut, mit entsprechender Beleuchtung und abgesenktem Bordsteine.

Im Ausschuss stieß der Vorschlag auf allgemeine Zustimmung. „Es ist einen Versuch wert“, so Friederike Michael (Grüne). Jo Neunert (SPD) gab zu Bedenken, dass mit Bau der Umfahrung Parsdorf/Weißenfeld der Verkehr in den Heimstettener Straße weiter zunehmen werde. „Dann brauchen wir eine Lösung, die ganz anders aussehen wird. Das müssen wir uns noch genauer überlegen.“ Nur Herbert Uhl (Freie Wähler) war skeptisch. Er sprach von „Bevormundung“ und fragte: „Halten wir die Menschen nicht mehr für fähig, eine Straße zu überqueren?“

Aus der Bürgerversammlung stammt der Vorschlag, in der Nähe der Parsdorfer Schule ein Geschwindigkeitsdisplay zu installieren, einen so genannten elektronischen Zeigefinger. Damit sollte der Verkehr gebremst und die Straße vor allem für die Schulkinder sicherer werden. Das Rathaus hatte vorgeschlagen, ein entsprechendes Gerät zu beschaffen. Der Strom für das Display soll von einem Solarpanel kommen. Kosten: rund 3000 Euro.

Herbert Uhl meinte jedoch, das Gerät sei „überflüssig“, da an der Stelle nur ein paar Anlieger fahren würden. Dem widersprach Albert Wirth (CSU). Und Josef Mittermeier (SPD) argumentierte: „Da geht es um Kinder.“ Reaktion von Uhl: „Tränendrüsenargument.“

Weniger Debatten gab es um einen gemeinsamen Antrag von CSU und SPD zu einer Verkehrsüberwachung zwischen Neufarn und Parsdorf. Dort wurde nach schweren Unfällen vor zwei Jahren Tempo 70 angeordnet. „Das wird aber nur eingehalten, wenn konsequent überwacht wird“, so das Argument von Mittermeier. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, soll beim Landratsamt Ebersberg beantragt werden, kurz vor der Ortseinfahrt Neufarn einen Messpunkt für die Kommunale Verkehrsüberwachung einzurichten.

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