Zehn neue Genossenschaftswohnungen

Markt Schwaben - Zehn neue Genossenschaftswohnungen sind in Markt Schwaben an die neuen Mieter übergeben worden. Darunter befinden sich auch vier Reihenhäuser.

Für Barbara Will und Hermann Piller war so etwas wie ein Feiertag. Einer von diesen Tagen, von denen man sagt, es sei Ostern und Weihnachten zusammengefallen. Vertreter der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft übergaben dem Paar aus dem Brünsteinweg formell die Schlüssel für ihre neue Bleibe. Die befindet sich in der Loderergasse und ist fast doppelt so groß wie die bisherige Wohnung.

Das Besondere dabei: Das Pärchen bezieht in den nächsten Tagen eine der vier Reihenhäuser, die im Zuge des geförderten Wohnungsbaus in der Marktgemeinde entstanden sind. Zehn Genossenschaftswohnungen sind insgesamt gebaut worden. Gesamtkosten: 1,8 Mio. Euro.

Dass auch Reihenhäuser inzwischen von der Genossenschaft errichtet werden, geht nicht zuletzt auf die positiven Erfahrungen zurück, die man damit in Poing gemacht hat, betonte Vorstandsvorsitzender Ulrich Krapf. Auch das nächste Projekt in Glonn soll derartigen Wohnraum bekommen. Vom technischen Stand her unterscheiden sich diese Wohnungen nicht mehr von denen auf dem freien Markt, betonte Krapf.

Bei der Neugestaltung wurde besonders auf die Einbindung des Neubaus in den Siedlungsbestand Wert gelegt. Dies sei durch eine gleichzeitige Aufwertung (sprich Sanierung) der angrenzenden Anweisen erfolgt, sagte Gottfried Weiß, Leitender Baudirektor und Sachgebietsleiter Wohnungswesen bei der Regierung von Oberbayern. Sein Haus hatte das Projekt mit einem staatlichen Baudarlehen über 756 100 Euro unterstützt. Weiß lobte insbesondere das Engagement der Wohnungsgenossenschaft im Landkreis Ebersberg, die sich im besonderen Maße noch um sozialen Wohnungsbau bemühe und animierte dazu, diesen Weg nicht zu verlassen. Schließlich stünden in seinem Sachgebiet auch heuer rund 21 Mio. Euro für Neubauten zur Verfügung.

Aufsichtsratsvorsitzender Hans Vollhardt bemerkte, dass die umfangreichen Aktivitäten beim geförderten Wohnungsbau im Landkreis in erster Linie ein Produkt seien einer guten Zusammenarbeit zwischen der Genossenschaft und den Kommunen. In Markt Schwaben habe man beispielsweise das Grundstück auf Erbpachtbasis nutzen können, auf dem 1950 ein erstes Sozialbauprojekt entstand, das jedoch 2004 abgerissen werden musste. Hier sei es vorbildlich gelungen, eine gewisse Ghettobildung zu vermeiden.

Darauf verwies auch Schwabens Bürgermeister Bernhard Winter. Die Gemeinde ist mit einem Zuschuss über 50 000 Euro in gleicher Form beteiligt wie der Landkreis. Den Standort nannte Winter ideal, das Projekt sei in jeder Beziehung gelungen. So sei auch konsequent auf eine barrierefreie Ausgestaltung der seniorengerechten Wohnungen geachtet worden, die ein Verbleiben auch im hohen Alter wahrscheinlicher mache.

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