Wird’s die Ebersberger Wiesn 2010 geben? sro

Zittern ums Volksfest geht weiter - Was meinen Sie?

Ebersberg - Wie geht es mit dem Volksfest Ebersberg weiter? Und: Geht’s überhaupt weiter? Über diese Fragen wird seit geraumer Zeit eine lebhafte Diskussion in der Kreisstadt geführt.

Fest steht nach Auskunft von Bürgermeister Walter Brilmayer, dass die Wirtin, die sich für die Organisation der Ebersberger Traditionsveranstaltung interessiert hatte, inzwischen wieder abgesprungen ist. Dem Vernehmen nach gibt es aber bereits andere Interessenten, die gerne den Festwirt machen würden, nachdem Toni Streidl in dieser langjährigen Funktion das Handtuch geworfen hatte. Er und sein Vater waren am letzten Tag des vergangenen Volksfestes Opfer eines Überfalls geworden (wir berichteten). „Auch deshalb wollen wir uns aus der Öffentlichkeit ein bisschen zurückziehen“, hatte Streidl jun. vor einigen Wochen der EZ gesagt.

Wer auf die Internetseite des Volksfestvereins klickt, der findet derzeit keine neue Ankündigung. Das heißt aber nicht, dass hinter den Kulissen nichts passieren würde. Endgültig gerettet ist die Ebersberger Wiesn damit noch nicht. „Aber ich bin zuversichtlich, dass das gelingt“, so Brilmayer. Denn eines sei klar: „Wenn es uns dieses Jahr nicht gelingt, das Fest durchzuführen, ist die Gefahr groß, dass es das war.“

„Wenn ich das geprüfte Kassenbuch bald bekomme, könnte am 19. Februar unsere Jahreshauptversammlung stattfinden“, kündigt Obergrusberger an. Der Vertrag der Stadt mit der Brauerei Hacker-Pschorr bleibe unberührt. Obergrusberger ist eigener Auskunft nach beruflich derart eingespannt, dass er die Organisation nicht mehr federführend übernehmen kann. Der Volksfestverein muss e

ine Ersatzlösung finden – und das relativ schnell. Bewerbungen von Schaustellern gibt es bereits. Die entsprechenden Verträge wurden in der Vergangenheit normalerweise bereits im November und Dezember unter Dach und Fach gebracht. Auch das traditionelle Schafkopfrennen der Ebersberger Zeitung könnte wieder stattfinden, bestätigte Spielleiter Sepp Hundegger.

Von Michael Seeholzer

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