Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest

Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten in Berlin fest
Tatort abgesperrt: Die Filiale der Raiffeisenbank Zorneding in der Birkenstraße wurde von Einbrechern heimgesucht – möglicherweise die gleichen, die vor kurzem zwei Geldautomaten der Raiffeisenbank Grafing geknackt haben. Foto: Stefan Rossmann

Bankeinbrecher schlagen wieder zu

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Zorneding - Schon wieder: Diesmal räumten die Unbekannten zwei Geldautomaten der Raiffeisenbank in Zorneding in der Birkenstraße aus.

Die Methode hat in Grafing funktioniert und sie funktionierte jetzt auch in Zorneding bei der Raiffeisenbankfiliale in der Birkenstraße: Am Wochenende haben die unbekannten Bankeinbrecher wieder zugeschlagen.

Wieder knackten die Täter Geldautomaten. Allein der von den Ganoven angerichtete Sachschaden ist dabei sehr hoch. Die Polizei sprach am Sonntagabend von einer Schadenshöhe von 50 000 Euro. Wie hoch der Wert der Beute sei, könne man noch nicht beziffern, meinte Jürgen Weigert, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung.

Die Einbruchsmethode der Zornedinger Täter ähnelt sehr der Vorgehensweise im Grafinger Fall vor wenigen Tagen. Auch dort waren die Unbekannten gewaltsam ins Gebäude eingedrungen, hatten die Geldautomaten mit Hebelwerkzeugen geknackt und dann den Tatort mit dem Inhalt eines Feuerlöschers verwüstet. So gingen sie auch in der Filiale der Raiffeisenbank Zorneding in der Birkenstraße vor, bestätigte Weigert. Möglicherweise fühlten sich die Täter von ihrem „Erfolg“ in Grafing ja zu einem weiteren Einbruch animiert.

„Die Tatzeit lässt sich auf die Nacht von Samstag auf Sonntag, zwischen 22 und 2 Uhr früh eingrenzen“, informiert Weigert und bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise. Vielleicht habe ja ein Nachbar etwas beobachtet.

Die Einbrecher, so Weigert, seien über einen Seiteneingang, den sie gewaltsam mit einem Hebelwerkzeug geöffnet hätten, in die Filiale gelangt und hätten dort gezielt den Raum mit den Geldkassetten für die Automaten aufgesucht. Dazu mussten sie eine weitere Türe aufbrechen.

„Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wie viele Täter es waren“, so Weigert. Immerhin habe man eine Spur sichern können. Bis zum Sonntagabend habe man aber den Inhalt der Videos aus den Überwachungskameras noch nicht auswerten können. Diese Videoauswertung hat die Ermittler allerdings im Grafinger Fall auch nicht weitergebracht. Es spricht einiges dafür, dass die Täter genau wissen, was sie tun und damit das Risiko, erwischt zu werden, bisher erfolgreich minimiert haben. Offensichtlich gibt es weder Fotos, noch Videosequenzen von ihnen. Genauso wie im Grafinger Fall wurden in Zorneding in der Birkenstraße zwei Geldautomaten von den Unbekannten geknackt.

Den Einbruch in das Bankgebäude, so die Polizei, habe ein Mitarbeiter der Raiffeisenbank Zorneding der Kripo mitgeteilt. Warum dieser Mitarbeiter am arbeitsfreien Sonntag den Einbruch bemerkte, darüber gab es von der Polizei derzeit noch keine Auskünfte. Möglicherweise wurde ein Kunde des Geldinstitutes aufmerksam und hat daraufhin den Bankangestellten informiert.

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