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Plätschert zu laut, wenn er mal plätschert: Der Brunnen am Zornedinger Herzogplatz ist in der Kritik.

Bürger sollen mitreden

Zorneding: „Herzogplatz ist kein Ausflugsziel“

Nächster Anlauf: Jetzt sollen die Zornedinger Bürger zur Umgestaltung des Herzogplatzes befragt werden.

Zorneding – Seit Jahren wird in der Gemeinde Zorneding über die Gestaltung des Herzogplatzes kontrovers diskutiert. Aktuell gibt es Probleme mit dem Brunnen, der nicht an die bestehende Wasserleitung angeschlossen ist, sondern separat befüllt werden muss.

„Bei einem eventuellen Anschluss an die Wasserversorgung stellt sich die Frage, ob man dabei den Platz nicht generell umgestaltet, um ihn attraktiver zu machen“, erläuterte Bürgermeister Piet Mayr (CSU) in der jüngsten Bauausschusssitzung.

„Der Platz ist tatsächlich sehr trist und hat keine Aufenthaltsqualität“, sagte Moritz Dietz (Grüne). Er wollte allerdings nicht an den Bürgern vorbei planen und schlug daher vor: „Wir sollten im ,Zorneding Info’ und auf der Gemeinde-Homepage einen Aufruf starten, die Anwohner direkt befragen, was sie wollen und diese Vorschläge dann sammeln.“

Christian Krumpholz (CSU) entgegnete: „Wir haben in der Vergangenheit schon sehr viel Geld für den Platz ausgegeben. Als er dann attraktiv war, kamen Beschwerden wegen des Lärms. Ich sehe nicht ein, dort nochmal Geld auszugeben, ich bin da ein gebranntes Kind.“

„Das waren immer die gleichen Beschwerdeführer, nicht aber die Allgemeinheit“, meinte hingegen Helmut Obermaier (Grüne). „Man könnte mit wenig Geld eine optische Aufwertung erzielen mit Spiel- und Bewegungsflächen. Durch eine Umfrage könnte man gut ausloten, was die Anwohner wollen.“

Bianka Poschenrieder (SPD) berichtete, dass man auch bei der Eröffnung des „Café Herzog“ Sorge gehabt habe, dass wieder Beschwerden kommen könnten. „Es kamen aber keine, obwohl die früheren Beschwerdeführer genau da wohnten.“

Bauamtsleiterin Diana Saiger meinte, hinsichtlich des Brunnens kämen Beschwerden, wenn er laufe, aber auch, wenn er nicht laufe. „Eventuell könnte man da einen Kompromiss finden, dass das Wasser anders läuft und nicht mehr so laut plätschert.“

„Wir haben doch im Bauhof jemanden, der Garten- und Landschaftsbau studiert hat, den könnten wir dazu befragen“, empfahl Franz Lenz (FWG). Eine Umfrage unter den Anwohnern hielt er für schwierig: „Da könnten Erwartungen geweckt werden, die dann nicht erfüllt werden können.“ So sollte in einer Umfrage explizit nach Ideen, nicht nur nach Wünschen gefragt werden.

„Der Herzogplatz ist nicht gerade ein Ausflugsziel“, urteilte Wilhelm Ficker (FWG). „Eine komplette Planung mit Architekten sehe ich aber kritisch, eine Befragung der Anwohner ist sicher zielführender.“ Zu einem Beschluss über Brunnenumbau und Umgestaltung des Platzes kam es daraufhin im Ausschuss nicht mehr, stattdessen sollen nun tatsächlich die Bürger in der nächsten Ausgabe des Gemeindeblattes „Zorneding Info“ nach ihren Ideen befragt werden. se

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