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Am Weiher in Zorneding wollten sich die Jugendlichen zur Randale treffen. Die Polizei war schneller. 

“Wir nehmen alles auseinander!“

Zorneding: Hunderte Jugendliche verabreden sich zu Halloween-Randalen

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200 bis 300 Jugendliche hatten sich offensichtlich über die sozialen Netzwerke verabredet, zu Halloween in der Gemeinde Zorneding eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen. Die Polizei konnte den angekündigten Vandalismus verhindern.

Zorneding – Wie ein Sprecher der Poinger Polizei am Freitag, 1. November,  mitteilte, habe seine Dienststelle am Nachmittag des Vortags erfahren, dass sich Hunderte von Jugendlichen noch am gleichen Tag zu einer Feier in der Grünanlage beim Weiher nahe der Straße „An der Flur“ treffen wollten. Die Uhrzeit war den Beamten allerdings nicht bekannt. Sie recherchierten in den sozialen Netzwerken und fanden heraus, dass mit einem Post aufgerufen wurde, zu Halloween zum Zornedinger Weiher zu kommen mit der Ankündigung „Wir nehmen alles auseinander!!!!!!“

Bayern/Zorneding: Hunderte Jugendliche verabreden sich zu Halloween-Randale

„Mit starken Polizeikräften wurde das Ortsgebiet, vor allem im Bereich des Bahnhofs, bestreift“, so Polizeihauptkommissar René Dorfmann von der Polizei in Poing. Tatsächlich seien ab 17 Uhr immer mehr Personen – vor allem Jugendliche – mit der S-Bahn dort eingetroffen. Die Beamten schätzten deren Anzahl zu wechselnden Zeiten auf rund. 50. Die Jugendlichen zeigten sich überrascht von den vielen Sicherheitskräften. Ein Jugendlicher meinte gegenüber einem Beamten, dass er wieder fahren würde ob des Polizeiaufgebots. Diese Meinung teilten wohl einige, die wieder abreisten.

Junge Leute belehrt

Die jungen Leute, die vor Ort blieben, wurden von den Beamten eindringlich belehrt und auf mögliche strafrechtliche Folgen ihres Tuns hingewiesen. Gegen einige Frauen und Männer mussten Platzverweise ausgesprochen werden.

17-Jähriger in Gewahrsam genommen

Mittlerweile konnte ermittelt werden, wer den Post in den sozialen Medien verbreitet hatte. Es handelte sich um einen 17-Jährigen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, der sich tatsächlich am Bahnhof in Zorneding aufhielt. Die Polizeibeamten nahmen ihn in Gewahrsam und brachten ihn zur Inspektion.

Ermittlungen eingeleitet

Der junge Mann wohnte früher in Zorneding und gab an, nicht zu Gewalttaten aufgerufen zu haben. Das sah die Polizei anders – gegen ihn wird nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt. Er wurde am späten Abend seiner Mutter übergeben.

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Da sich immer noch auffallend viele Jugendliche im Ortsgebiet aufhielten, verblieben noch einige Polizeistreifen dort. Im Laufe des Abends trafen sie noch einen 15-Jährigen aus dem südlichen Landkreis an, der mit einem Baseballschläger und medizinischen Einwegmasken ausgerüstet unterwegs war. Die Gegenstände wurden ihm abgenommen. Auch eine entstehende Schlägerei zwischen mehreren Jugendlichen konnten die Polizisten verhindern. Der Einsatz dauerte bis 1 Uhr.

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