Aufmerksam bis zum Schluss: Mehr als zwei Stunden dauerte der offizielle Teil bei der Zornedinger Bürgerversammlung im vollbesetzten Martinstadl. Vor allem die Themen Wimmerwiese und Glasfaserausbau interessierten. Foto: Jürgen Rossmann

Bürgerversammlung in Zorneding: Zahlreiche Baustellen in der Gemeinde

Wimmerwiese und Glasfaser bewegen die Bürger

Mehr als zwei Stunden dauerte der offizielle Teil bei der Zornedinger Bürgerversammlung im vollbesetzten Martinstadl. Nachdem Bürgermeister Piet Mayr seinen Rechenschaftsbericht vorgetragen hatte, standen zunächst Peter Reisinger und Rainer Staar von der Deutschen Glasfaser den Bürgern Rede und Antwort.

Zorneding – Wie berichtet, hatte es im Sommer beim Glasfaserausbau Verzögerungen aufgrund eines Wechsels bei einem Subunternehmer gegeben. „Durch diesen Wechsel haben wir viel Zeit verloren“, so Staar. Aktuell fehlten noch 6,5 von insgesamt 30 Kilometern Trassentiefbau. Zorneding habe aber höchste Priorität, und so lange die Witterung trocken bleibe, werde weiter gebaut. 

Sieglinde Kornek-Peters bemängelte die Straßenbeleuchtung. Foto: se

Mehrere Bürger beklagten, dass Mails an die Deutsche Glasfaser nicht beantwortet und vereinbarte Termine nicht eingehalten würden. Reisinger räumte eine schlechte Kommunikation ein und versprach Nachbesserungen. Auch das Personal im Infopunkt am Herzogplatz solle künftig besser informiert werden, um qualifizierte Auskünfte erteilen zu können. Zuvor hatte Mayr bereits versichert, dass die Fertigstellung der Trassen nun Vorrang habe. Im Anschluss werde die Gemeinde auf die Wiederherstellung der Straßen drängen: „Bei der Abnahme wird jeder einzelne Meter der 30 Kilometer Trasse fachkundig in Augenschein genommen.“ Dabei werde die Gemeinde auch Anpassungen hinsichtlich der Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit vornehmen. Das Thema Verkehr bewegte die Bürger ebenfalls.

Thomas Heer fordert eine Verkehrsentlastung der Pöringer. Foto: se

Bemängelt wurden ein scheinbar dauerparkender LKW in der Birkenstraße und die schlecht einsehbare Kreuzung in Wolfesing. Markus Jacob aus Wolfesing monierte die Gefährlichkeit des dortigen Fußgängerübergangs für Schulkinder. Er hat sich mit anderen Eltern zusammengetan und überreichte dem Bürgermeister eine Liste mit Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Sieglinde Kornek-Peters vom Seniorenbeirat bemängelte im Auftrag der Senioren Stolperstellen an Bordsteinabsenkungen, mangelnde Straßenbeleuchtung und fragte: „Wann kommen endlich seniorengerechte Wohnungen an der Wimmerwiese?“

Die Senioren müssen sich noch gedulden, wie Mayr erläuterte: Erst muss mit dem Bauwerber ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden, bevor das Bauvorhaben öffentlich ausgelegt werden kann. Dann kommt es auf die Art und Anzahl der Einwendungen der Bürger an: „Die Zeitspanne liegt nicht in der Hand der Gemeinde.“

Um das geplante Bauvorhaben an der Wimmerwiese sorgte sich auch Thomas Heer, der im Auftrag der Bürgerinitiative „Pöringer Charakter erhalten“ einen Antrag an die Gemeinde stellte: Diese solle ein Verkehrskonzept unter Berücksichtigung der geplanten Bauprojekte entwickeln mit der Zielsetzung, Pöring zu entlasten und die Verkehrsströme zu steuern. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen, der Gemeinderat muss sich also innerhalb der nächsten drei Monate damit befassen.

Wie schon im vergangenen Jahr, waren auch diesmal wieder zwei Gebärdendolmetscherinnen vor Ort, die die Diskussion für hörgeschädigte Menschen simultan übersetzten.

VON SUSANNE EDELMANN

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