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Die Drohungen gegen Zornedings dunkelhäutigen Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende sorgten weltweit für einen Aufschrei. 

Was ihn verraten hat

Hass-Post gegen Zornedings Pfarrer: Verdächtiger verhaftet

Zorneding - Der Fall schlug Riesen-Wellen: Nach Morddrohungen und rassistischen Beleidigungen trat der dunkelhäutige Zornedinger Pfarrer zurück. Nun ist einer der Hetzer gefasst worden. 

Menschen auf der ganzen Welt erklärten sich im März 2016 solidarisch mit dem dunkelhäutigen Zornedinger Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende, der nach mehreren rassistisch motivierten Morddrohungen zurückgetreten war. Der gebürtige Kongolese verließ die Gemeinde, um woanders neu anzufangen - allerdings nicht, ohne Anzeige gegen den oder die anonymen Hetzer zu stellen. 

Konkret ging es um eine Postkarte mit bedrohlichen und beleidigenden Inhalten, die im November 2015 in der Pfarrgemeinde eingegangen war. Die Staatsanwaltschaft München II und das Staatsschutzkommissariat der Kripo Erding nahmen unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung Ermittlungen auf.

Pfarrer aus Zorneding tritt zurück: So kamen die Ermittler einem Hetzer auf die Spur

Der Unbekannte hat sich dann allerdings quasi selbst entlarvt. Er schickte im März einen weiteren Hass-Brief ab - und schmierte schon auf den Umschlag Beleidigungen und Drohungen. Das entging aufmerksamen Mitarbeitern im Briefzentrum Freising nicht. Sie verständigten die Polizei.

So kamen die Beamten einem 74-jährigen Rentner aus München auf die Schliche. In seiner Wohnung fanden sie weitere Beweismittel. Neben anderen handschriftlich verfassten Schreiben mit Beleidigungen und Unterstellungen, konnten Reste eines Werbeprospektes aufgefunden werden, die der Mann auch für das zurückgehaltene Drohschreiben benutzt hatte.

Der 74-Jährige wurde vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Er leugnete die Tatvorwürfe und machte darüber hinaus keine Angaben bei der Polizei. Der Beschuldigte trat bereits mehrfach polizeilich einschlägig in Erscheinung.

Zorneding sorgt für internationales Medienecho

Die Ermittlungen zu weiteren zwei Briefen und einer Postkarte, die im Januar und Februar mit Drohungen und Beleidigungen an das Pfarramt verschickt wurden, dauern an.

kg

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