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Der Daxenberg entstand in den 1970er Jahren in mehreren Bauabschnitten.

Quartierkonzept für Daxenberg

Nahwärme unter der Lupe

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Zorneding - Eine Fragebogenaktion soll die nötigen Daten aus dem Zornedinger Ortsteil Daxenberg liefern. Damit soll geklärt werden, ob sich ein Nahwärmenetz für die Großsiedlung mit rund 3000 Bewohnern lohnt. 

Jetzt wird es konkret: Die Gemeinde Zorneding startet die Fragebogenaktion zum „Integrierten Quartiersanierungkonzept“ am Daxenberg. Mit den erhobenen Daten soll geklärt werden, ob sich ein Nahwärmenetz für die Großsiedlung lohnt.

Das Vorhaben gilt als Leuchtturmprojekt für den Landkreis Ebersberg. Die Grenzen des Gebiets liegen in etwa im Westen an der Schulstraße, im Süden an der Lindenstraße beziehungsweise an der Wasserburger Landstraße, im Osten an der Bebauungsgrenze in Richtung Eglharting und im Norden an der Birkenstraße. Der Bereich an der Glaslstraße ist ausgeklammert. Mit dabei ist neben den Wohngebäuden die Schule, das Rathaus und die Feuerwehr.

 Die Großsiedlung am Daxenberg ist ab den 1970er-Jahren entstanden. In 1200 Haushalten leben rund 3000 Menschen. Es ist daran gedacht, vor allem die rund 600 Reihenhäuser und etwa 400 Etagenwohnungen des Daxenbergs über ein oder zwei Blockheizkraftwerke mit der nötigen Wärme zu versorgen. Da die so genannte „Wärmebedarfsdichte“ am Daxenberg aufgrund der sehr dichten Bebauung eine der höchsten im ganzen Landkreis darstellt, ist am Daxenberg insbesondere das Thema Nahwärmeversorgung sehr interessant. Auf diesem Schwerpunkt soll auch der Fokus des Quartierkonzepts liegen. Kreisklimamanager Hans Gröbmayr wirbt für das Konzept: „Auch wenn sich derzeit die Kosten für fossile Energieträger wie Heizöl und Erdgas auf einem historischen Tiefpunkt befinden, müssen wir weiterhin unsere Ziele hinsichtlich Klimaschutz im Auge behalten und die Herausforderungen, die die Energiewende mit sich bringt, meistern.“

Um belastbare Aussagen hinsichtlich des tatsächlichen Wärmebedarfs treffen zu können, werden jetzt am Daxenberg Daten per Fragebogen ermittelt. „Je mehr Daten wir bekommen, desto sicherer wird die Analyse“, so André Younes vom Bauamt der Gemeinde Zorneding. Ein Rücklauf von zehn Prozent der Fragebögen wäre nach seiner Ansicht schon gut. „Mehr wäre natürlich noch besser.“ In den Fragebögen geht es unter anderem um Angaben zur Art des Gebäudes, zur Heizungsanlage und zum Brennstoffverbrauch. „Je genauer die Angaben sind, desto präziser können unsere Berechnungen erfolgen“, erklärt Younes. Die Fragebögen werden nach Abgabe von einem beauftragten Ingenieurbüro ausgewertet und hochgerechnet. Das Ganze soll laut Younes ergebnisoffen gestaltet werden. Mit welchen Energieträgern ein eventuelles Nahwärmenetz betrieben werden könnte, steht noch nicht fest.

Bei der Berechnung können zudem unterschiedliche Ziele zu Grunde gelegt werden, beispielsweise so ökologisch wie möglich beziehungsweise so wirtschaftlich wie möglich. Wie der Betrieb der Nahwärmeversorgung inklusive der Blockheizkraftwerke wirtschaftlich organisiert werden kann, ist ebenfalls noch offen. Möglich wäre unter anderem ein Modell mit Bürgerbeteiligung. Da könnten dann auch Bewohner des Daxenbergs in eine Gesellschaft investieren und hätten dann mehr Mitspracherechte, so Younes.

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