Auf Höhe des Norma soll eine Querungshilfe her – jedenfalls wenn es nach dem Willen der Zornedinger SPD geht.Foto: Sro

Gefahr in der Münchner Straße

Zorneding - Mit Verkehrsthemen befasste sich der Zornedinger Gemeinderat. Heftig diskutiert wurde dabei vor allem die Münchner Straße. Die Freien Wähler hatten beantragt, am westlichen Ortseingang von der St2081 aus kommend kurz nach dem Ortsschild eine Verkehrsinsel zu errichten.

Zur Begründung hieß es, dass viele Fahrzeuge dort mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs seien, was die Gefahr für den innerörtlichen Verkehr erhöhe und eine Überquerung der ehemaligen Bundesstraße insbesondere für Fußgänger schwierig mache. Franz Lenz (FWG) merkte zudem an, dass nahe seines Grundstücks am Fahrbahnrand der Münchner Straße oft Laster geparkt seien, die die Sicht erheblich erschwerten. Die Gemeindeverwaltung gab allerdings zu bedenken, dass beim Bau von Verkehrsinseln gewisse Breitenvorgaben beachtet werden müssen.

Ein ganz ähnliches Thema behandelte ein Antrag der SPD-Fraktion. Die wünschte sich nämlich einen Fahrbahnteiler als Querungshilfe auf Höhe des Norma-Marktes. Die wachsende Bebauung und der Supermarkt führten zu einem zunehmenden Bedarf an gesicherten Querungshilfen, erst recht mit Errichtung des Kinderhauses An der Flur, hieß es in der Antragsbegründung.

Laut Verwaltung komme dies auch der Schulwegsicherheit zugute und decke sich mit den Wünschen der Anlieger. Barbara Weiß (Grüne) stellte daraufhin den Antrag, diese beiden Tagesordnungspunkte gemeinsam zu behandeln und bei dieser Gelegenheit gleich eine komplette Verkehrsberuhigung der Münchner Straße zu planen. Es folgte eine lange Diskussion, bei der auch das Thema Brennerei und Neugestaltung des Ortszentrums angeschnitten wurde. Außerdem wurde eine Tempomessung gefordert. Schließlich wurde über Weiß’ Antrag abgestimmt und es kam zu einer Patt-Situation mit je zehn Ja- und Nein-Stimmen. Da sich auch Bürgermeister Piet Mayr gegen den Antrag aussprach, galt dieser damit als abgelehnt. Grundsätzlich einig waren sich die Gemeinderäte aber, dass sie nicht erst abwarten wollten, bis etwas Schlimmes passiere. Diana Saiger, Leiterin des Zornedinger Bauamts, schlug daraufhin vor, den Straßenabschnitt vom Norma-Markt bis zum westlichen Ortseingang gemeinsam mit der Polizei noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und das Ergebnis dem Gemeinderat vorzulegen. Dieser Vorschlag wurde mit 15 zu fünf Stimmen angenommen.

Susanne Edelmann

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