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Zumindest beim alljährlichen Kinderfest des Arbeitskreises Jugend ist am Herzogplatz in Zorneding was los. 

Gemeinderat Zorneding diskutiert über den Herzogplatz

Brunnen contra Blasenschwäche

Wie kann der Herzogplatz attraktiver werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Zornedinger Gemeinderat. Vorausgegangen waren ein Aufruf an die Bevölkerung, Ideen einzubringen, sowie ein Treffen des Bürgermeisters mit Anwohnern.

Zorneding - Die meistgenannten Vorschläge im Gemeinderat waren: mehr Grün, eine Reaktivierung des Brunnens, das Aufstellen von Kunstobjekten und Spielgeräten, ein Büchertauschregal, ein Austausch der maroden Litfasssäule sowie regelmäßige Veranstaltungen wie ein Wochenmarkt. Ein Flohmarkt soll am 17. September erstmalig stattfinden.

Ursula Roth (Freie Wähler) betonte, die Belebung sei Sache der Anwohner: „Wenn sich alle in ihre Wohnungen zurückziehen, verwaisen die Plätze. Die Gemeinde sollte deshalb so wenig Geld wie möglich investieren.“ Zum Thema Brunnen forderte sie: „Der sollte nur verschönert werden, wenn er dann auch läuft – auch wenn sich jemand über das Plätschern beschwert.“ Denn genau solche Beschwerden hatten einst zur Abschaltung des Brunnens geführt. Bianka Poschenrieder (SPD) regte eine Zeitschaltuhr für den Brunnen an: „Viele Wohnungen haben das Schlafzimmer in Richtung Brunnen. Für ältere Leute mit Blasenschwäche ist das nicht lustig.“ Außerdem betonte sie, dass es bereits eigene Initiativen der Anwohner gebe, zum Beispiel Pflanztröge. Moritz Dietz (Grüne) erläuterte, dass das Treiben auf dem Platz viel lauter erscheine, als es eigentlich sei, weil der Hall von den umgebenden Gebäuden zurückgeworfen würde: „Mehr Grün könnte da Abhilfe schaffen.“ Er stellte den Antrag, dass der gemeindliche Bauhof Vorschläge zur sinnvollen Begrünung des Platzes erarbeiten soll. Unterstützung erhielt er von seinem Fraktionskollegen Helmut Obermaier: „Wenn wir nichts beschließen, dann passiert da gar nichts. Dabei stehen auf dem Platz Akazien, die nur noch durch das Efeu, das sie umrankt, aufrecht gehalten werden. Eine Begrünung muss sinnvoll sein.“

Der Antrag wurde mit zehn Ja- und acht Nein-Stimmen mehrheitlich angenommen. Zudem will die Gemeinde die alte Litfasssäule ersetzen, da diese laut Poschenrieder sehr gut genutzt werde. Die Rathausverwaltung hatte zu bedenken gegeben, dass eine Erweiterung der Grünzonen ebenso wie Kunstwerke oder Kinderspielgeräte die Durchfahrt von Rettungsfahrzeugen nicht behindern dürfe. André Younes vom Bauamt hatte zudem mit Gregor Schlicksbier, dem Behindertenbeauftragten, eine Ortsbegehung unternommen. Schlicksbier forderte, den Platz nicht nur barrierefrei zu gestalten, sondern auch die Belange von Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigungen zu berücksichtigen, also haptische und optische Orientierungspunkte zu schaffen. All diese Forderungen muss der Bauhof nun in seinen Vorschlägen berücksichtigen.

Susanne Edelmann

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