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Die „wilden Wölfe“ vor ihrem Bauwagen mit Leiterin Stefanie Griesel (li.) und Projektpatin Bianka Posch enrieder. 

Nachwuchs des Bund Naturschutz hat Bleibe

Heimat für die wilden Wölfe von Zorneding

Lange hat es gedauert, doch jetzt ist alles unter Dach und Fach. Die „wilden Wölfe“, die Nachwuschsorganisation des Bund Naturschutz Zorneding, hat ein Zuhause gefunden - in einem Bauwagen.

Zorneding – Seit rund zwei Jahren hat der Bund Naturschutz in Zorneding eine Jugendgruppe, die „wilden Wölfe.“ Einmal wöchentlich trifft sich gut ein Dutzend Kinder und Jugendliche für gemeinsame Projekte und Unternehmungen in der Natur. Was der Gruppe bislang jedoch noch fehlte, war ein Dach über dem Kopf, um sich bei schlechtem Wetter zwischendurch aufwärmen oder die Aktivitäten notfalls auch ganz nach drinnen verlegen zu können. Deshalb hat Stefanie Griesel, die Leiterin der „wilden Wölfe“ im vergangenen Sommer einen Bauwagen organisiert, den die Gruppe seitdem gemeinsam herrichtete.

Bis vor kurzem stand dieser Bauwagen allerdings noch auf einem Privatgelände südlich von Zorneding, dabei hatten die „wilden Wölfe“ schon beim Jugendforum im vergangenen Mai ihren Wunsch vorgetragen, den Bauwagen am Grünzug östlich des Daxenberges auf Gemeindegrund aufstellen zu dürfen, schließlich ist das der Treffpunkt, von dem aus die „wilden Wölfe“ zu ihren Unternehmungen starten. Zornedings 2. Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder (SPD) stellte sich damals spontan als Projektpatin zur Verfügung. Dennoch dauerte es bis zu diesem Frühjahr, bis Gemeinde und Landratsamt endlich grünes Licht gaben. Zuvor mussten Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes und der Bodenversiegelung ausgeräumt werden. Und auch manche Anwohner sorgten sich, dass der Bauwagen zum Treffpunkt für Saufgelage werden könnte. „Aber das ist natürlich nicht der Fall“, versichert Griesel. Tatkräftige Unterstützung bekamen die jungen Naturschützer von Dieter Übelacker, dem Chef des Zornedinger Bauhofs. Auf einer Fläche nahe des Schlittenbergs soll nun Kies aufgeschüttet werden, damit der Bauwagen einen festen Stand hat und nicht im Matsch versinkt. Zudem dürfen die Jugendlichen die Fläche rund um ihre neue Behausung bepflanzen, dabei sollen vor allem bienenfreundliche Pflanzen zum Einsatz kommen.

„Wir wollen also keine Grünflächen versiegeln“, betont Griesel. Auch sonst soll der Bauwagen umweltfreundlich werden: Auf dem Dach wird eine kleine Solaranlage montiert, die für die Innenbeleuchtung des Wagens ausreicht. Eine Spende in Höhe von 400 Euro gab es dafür bereits von der Kreissparkasse Ebersberg. Auch die Gemeinde Zorneding machte einen Zuschuss von 100 Euro locker, der für eine Holzdecke im Innenraum verwendet wurde. Damit sich auch die Zornedinger Bevölkerung ein Bild von dem ambitionierten Projekt machen kann, soll es vor den Pfingstferien einen Tag der offenen Tür geben.

Susanne Edelmann

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