+
Hans Glonner zeigt den Zornedinger Besuchern seine Eier-Sortiermaschine. 

Hofladen-Tour der Zornedinger SPD

Einkaufen beim Bauern vor Ort

Fast 30 Teilnehmer waren trotz schwüler Hitze der Einladung des Zornedinger SPD-Ortsverbandes zu einer Hofladen-Tour gefolgt. Die Genossen wollten mit dem Rundgang das Bewusstsein dafür stärken, dass ein Einkauf vor Ort die Bauern der Region stärkt und dank kurzer Transportwege gut für die Umwelt ist.

Zorneding– Los ging es beim Hofladen „Krautköpfe & mehr“ von Renate und Franziska Pfluger. Letztere ist gelernte Hauswirtschafterin, der Laden war ihr Abschlussprojekt in der Meisterschule. Zum Namen des Ladens erklärt Renate Pfluger: „Mein Mann ist ein Ismaninger Krautbauer.“ Im Dezember 2014 wurde der Laden eröffnet, zu kaufen gibt es dort Obst, Gemüse, Nudeln, Honig, Marmelade, Käse, Wurst und vieles andere mehr. Die Waren stammen teils aus eigener Produktion – die Pflugers betreiben Forst- und Ackerbau sowie eine Bullenmast –, teils von Bauern aus der Region. Zwar sind die Waren aus konventioneller Landwirtschaft, „aber das heißt nicht, dass alles gespritzt wird!“, betont Franziska. „Im Landkreis gibt es nur wenige Biobauern, Bioware müssten wir von weiter weg beziehen. Wir haben uns lieber für regionale Ware entschieden.“

Ebenfalls nicht bio, aber „nach guter landwirtschaftlicher Praxis“ wird auf dem Glonner Hof gearbeitet. Neben Ackerbau und Grünland haben die Glonners seit Neuestem einen mobilen Stall für Legehennen. Der wird von rund 900 Tieren bewohnt, die zudem einen großen Auslauf rund um ihren Stall haben. Das Futter stammt aus eigenem Anbau und so erlangte der Hof das Zertifikat „geprüfte Qualität aus Bayern.“ Um die Freilandeier zu vermarkten, gingen Hans und Monika Glonner einen ungewöhnlichen Weg: Sie stellten in Wolfesing, auf dem Reitsberger Hof in Vaterstetten und natürlich auf dem eigenen Hof Automaten auf, aus denen der Kunde rund um die Uhr frische Eier, aber auch Nudeln und Fleisch erwerben kann. Die Automaten sind computergesteuert, gekühlt und UV-beschichtet, sodass selbst die derzeitige Sommerhitze der Ware nichts anhaben kann.

Der Biohof Lenz ist der einzige Bio-Bauernhof in Zorneding und das schon seit über 30 Jahren. Hier werden Kartoffeln und Getreide angebaut, es gibt Rinder, Schweine und Schafe. „Wir haben ein geschlossenes System“, erläutert Franz Lenz. „Dee Klee, den wir in der Fruchtfolge ohnehin anbauen müssen, dient als Futter für unsere Tiere, deren Mist düngt wiederum die Felder.“ Die Familie betreibt einen Hofladen, in dem Produkte vom eigenen Hof ebenso verkauft werden wie weitere Produkte aus der Region. Außerdem gibt es hier jeden Freitag Nachmittag einen Bauernmarkt mit weiteren externen Anbietern – alles bio, versteht sich. Die Teilnehmer des Rundgangs waren dankbar, dass sie an allen Stationen mit kühlen Getränken sowie leckeren Kostproben versorgt wurden und nutzten die Gelegenheit zum ausgiebigen Einkauf.

Susanne Edelmann

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Wegweisend für andere Kommunen“
Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit ist die von der Gemeinde gebaute Wohnanlage für Senioren auf der Abtwiese jetzt offiziell eingeweiht worden. Sie könnte als …
„Wegweisend für andere Kommunen“
Nach Unfall: Betrunkener (23) bespuckt Polizisten
Einen Sachschaden von 50 000 Euro hat ein Betrunkener am Sonntag gegen 2.40 Uhr bei einem Unfall in Markt Schwaben angerichtet. Und noch anderes mehr, berichtet die …
Nach Unfall: Betrunkener (23) bespuckt Polizisten
Feiern während der Fußball-WM
Der Gemeinderat hat den Termin fürs Poinger Volksfest 2018 festgelegt: 6. bis 15. Juli. Zeitgleich mit der Fußballweltmeisterschaft in Russland.
Feiern während der Fußball-WM
Gartenzaun in Vaterstetten: Das ist erlaubt und das nicht
Regeln, wie viele Bäume künftig auf Grundstücken mindestens stehen müssen oder wie die Einfriedungen aussehen sollen, gibt es künftig in Vaterstetten. 
Gartenzaun in Vaterstetten: Das ist erlaubt und das nicht

Kommentare