+
Bei der Übergabe im Rathaus: Franz Bachl (l.), der mit Helfern die Unterschriften gesammelt hatte, und Zornedings Bürgermeister Piet Mayr. 

Bürger protestieren

678 Unterschriften gegen Schulstandort

  • schließen

„Das fließt in die Entscheidung mit ein“, versprach Zornedings Bürgermeister Piet Mayr (CSU). Am Dienstag übergab Franz Bachl 678 Unterschriften gegen eine Berufsschule auf dem Gemeindegrundstück in Pöring zwischen Eglhartinger Straße und Bahnlinie. Anwohner befürchten zusätzlichen Verkehr.

Zorneding/Landkreis – Unter den Unterzeichnern sind auch viele Bewohner des Daxenbergs. „Die haben Sorgen wegen der Verkehrsanbindung“, erklärte der Rathauschef. Zudem gibt zusätzlich 64 Unterschriften aus der Anzinger Straße in Eglharting, die als Zubringer zur Schule dienen könnte. „Die haben eigentlich komplett unterschrieben“, so Bachl. Dafür zeigte Vizebürgermeisterin Bianka Poschenrieder (SPD) Verständnis. Und Mayr erklärte, unabhängig davon, wie sich die Gemeinde entscheide, „haben wir immer das Problem mit dem Verkehr“. Auf die Gemeinde könnten zudem für die Verkehrsanbindung der Schule erhebliche Kosten zukommen. Mayr betonte dazu: Bei Gemeindeprojekten gingen Investition in Kinderbetreuung grundsätzlich vor.

Hintergrund: Das Gelände war schon einmal als Standort für ein Gymnasium im Gespräch. Deshalb jetzt auch der Vorschlag für eine andere schulische Nutzung. Damals habe es keinen Widerstand gegen die Gymnasiumspläne gegeben, so Bachl. Da wären möglicherweise auch die Kinder aus Zorneding hingegangen. Bei einer überörtlichen Berufsschule mit vielleicht 2000 Schülern sei die Akzeptanz geringer. Bachl betonte, man habe gar nichts gegen die Berufsschule, sondern nur etwas gegen den Standort. Als Alternative könnte er sich einen Standort an der Zornedinger Umfahrung vorstellen. Da stelle sich allerdings die Frage, ob ein Grundstück zur Verfügung stehe.

Landrat Robert Niedergesäß (CSU) steht den Plänen für die Berufsschule grundsätzlich positiv gegenüber, hat jedoch auch Verständnis für die Ängste der Bürger. Mögliche Hinweise zur weiteren Entwicklung der Pläne könnte es in der kommenden Woche am Mittwoch im für Schulbauten zuständigen Ausschusses des Kreistages geben. Dann wird ein Zwischenbericht der Arbeitsgruppe „Masterplan Schulen“ vorgelegt. Darin geht es neben der Berufsschule auch um eine FOS und ein weiteres Gymnasium im Landkreis.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das Fensterln im Landkreis stirbt aus – leider
Was passiert, wenn jemand heutzutage fensterlt? Gibt es das überhaupt noch? Und was ist dieses Fensterln? Unser Autor schafft einen Überblick. 
Das Fensterln im Landkreis stirbt aus – leider
Unwetter richtet schwere Schäden im Landkreis an
Das schwere Unwetter in der Nacht von Freitag auf Samstag hat die Rettungskräfte auf Trab gehalten. Im gesamten Landkreis Ebersberg waren Einsätze zu verzeichnen. Ein …
Unwetter richtet schwere Schäden im Landkreis an
Das alles kann die Kartoffel
Wussten Sie, dass eine durchschnittliche Kartoffel mehr Vitamin C hat als ein Apfel? Am 19. August ist Tag der Knolle - wir haben uns mit Bauern im Landkreis …
Das alles kann die Kartoffel
Störche machen sich rar
Um den Landkreis Ebersberg haben sie in diesem Jahr einen großen Bogen gemacht. Dabei ist die Storchenpolulation in Bayern erfreulich gewachsen. Das berichtet der Markt …
Störche machen sich rar

Kommentare