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Der neue Zornedinger Jugendpfleger Axel Glienke im Jugendzentrum.

Neue Regeln

Jugendzentrum Zorneding: 199 Besucher sind erlaubt

Der neue Zornedinger Jugendpfleger Axel Glienke ist seit knapp zwei Monaten im Amt. Jetzt legte er dem Gemeinderat seinen Neuentwurf für eine Benutzungsordnung des Jugendzentrums (JUZ) vor.

Zorneding  - In den Regeln ist unter anderem festgestelltelt, dass das JUZ hauptsächlich für Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren geöffnet ist, weitere Angebote sind aber auch für Kinder ab sechs Jahren und junge Erwachsene bis 27 Jahren möglich. Eine Nutzung durch politische Gruppierungen, Parteien oder religiöse Vereinigungen ist ausgeschlossen, die Gemeindeverwaltung behält sich aber in Sonderfällen Einzelregelungen vor, diese jedoch unter Beteiligung des Mitbestimmungsgremiums, das aus Jugendlichen von 13 bis 21 Jahren besteht.

Geregelt sind auch die Besucherhöchstzahlen: 75 Personen dürfen sich maximal gleichzeitig im Café im Obergeschoss aufhalten, 124 Personen im Veranstaltungsraum im Untergeschoss, also insgesamt maximal 199 Personen.

„Warum haben wir überhaupt eine neue Benutzungsordnung gebraucht?“, wollte Vizebürgermeisterin Bianka Poschenrieder (SPD) wissen. „Ich habe die Struktur etwas geändert und thematisch sortiert“, so Glienke. So habe er unter anderem auch die Benutzervielfalt herausstellen wollen. Denn das JUZ könne von Vereinen und Privatpersonen gemietet werden. Genau dazu hatte Poschenrieder eine Anregung im Hinblick auf eine Schlägerei, die sich jüngst bei einer Privatparty im JUZ ereignet hatte (wir berichteten). „Könnte man nicht in der Benutzungsordnung die Kontaktadresse eines Sicherheitsdienstes mit angeben?“ Bei privaten Feiern von Minderjährigen hätten nämlich deren Erziehungsberechtigte die Aufsichtspflicht und die seien bei derartigen Vorfällen oft überfordert.

„In die Benutzungsordnung können wir das nicht aufnehmen, weil wir da keine Firmenempfehlungen geben dürfen“, so die Antwort von Bürgermeister Piet Mayr (CSU). „Außerdem müssten wir dann jedes Mal die Benutzungsordnung ändern, wenn sich beim Sicherheitsdienst etwas ändert.“

Glienke versicherte aber: „Ich biete bei jeder Vermietung der Räume an, auf die Dienste eines Sicherheitsdienstes zurückzugreifen. Das wird jedoch meist abgelehnt. Aber die Info bekommen alle, die einen Raum mieten.“ Die neue Benutzungsordnung wurde daraufhin vom Gemeinderat einstimmig beschlossen. se

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