1990 wurde in diesem Haus in Pöring eine Kampfkunstschule gegründet. Jetzt soll das Gebäude umgebaut werden. sro
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1990 wurde in diesem Haus in Pöring eine Kampfkunstschule gegründet. Jetzt soll das Gebäude umgebaut werden.

Gebäude in Pöring

Kampfkunst statt Discounter

  • Susanne Edelmann
    vonSusanne Edelmann
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Die Gemeinde Zorneding beschließt eine Nutzungsänderung eines alten Gebäudes - nach 30 Jahren. Hier wird Taekwon-Do gelehrt.

Pöring – Das Gebäude an der Anzinger Straße 2 in Pöring kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: Seit 1958 befand sich hier die Mantelfabrik Hartmann & Co, eine Konfektionsschneiderei für Damenmäntel, die bis 1987 in Betrieb war. Es folgte ein kurzes Intermezzo als Supermarkt, bevor im Jahr 1990 eine Kampfkunstschule gegründet wurde, die in den mittlerweile aufgegebenen Supermarkt einzog. Bis heute wird hier unter anderem Taekwon-Do gelehrt.

Derzeit befindet sich das Gebäude im Umbau, deshalb musste der Zornedinger Bauausschuss nun über die Nutzungsänderung von einem Penny-Markt zur Kampfkunstschule abstimmen – rund 30 Jahre nach deren Gründung. Da bislang am bestehenden Gebäude wenig verändert wurde, war im Bebauungsplan noch immer die Nutzung als Einzelhandel eingetragen.

Eigentümer der Sportschule möchte Gebäude umgestalten

Der derzeitige Eigentümer der Sportschule möchte das Gebäude aber nun umgestalten: Die Schule soll um eine Trainingsfläche und einen Entspannungspool im Außenbereich erweitert werden. Aus bisher einer Wohnung werden künftig zwei: eine im Erdgeschoss, eine weitere im Obergeschoss, an die eine Dachterrasse anschließt. Aufgrund der Nähe zur S-Bahn soll der Lärm- und Sichtschutz mittels einer Schallschutzmauer an der südlichen Grundstücksgrenze verbessert werden.

Für ausreichend Grünflächen muss gesorgt werden und auch die Stellplatzsituierung wird verändert. Der Bauausschuss begrüßte das Vorhaben. Helmut Obermaier (Grüne) betonte, seine Fraktion sehe die Umgestaltung positiv: „Vorher war da eine triste Steinwüste, schon jetzt sieht das Gebäude sehr viel freundlicher aus.“

S. Edelmann

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