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Blick in die Küche der Asylbewerberunterkunft in Pöring, in der es erneut zu Ausschreitungen gekommen ist. 

Nach Randale in Pöring

Landkreis sperrt Somalier (25) aus

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Der jüngste Zwischenfall an der Pöringer Asylbewerberunterkunft hat ein Nachspiel für den 25-jährigen Somalier, der randaliert hatte.

Zorneding - Am vergangenen Mittwoch nahmen Beamte der Polizeiinspektion Poing den Somalier fest. Der Mann, der über zwei Promille Alkohol im Blut hatte, wohnt in der Asylunterkunft in der Eglhartinger Straße. Er randalierte lautstark, bedrohte direkte Anwohner des Containerdorfs mit einem schweren Stein und versetzte sie in Todesangst. „Damit ist die Situation in und um die Pöringer Unterkunft, die sich seit dem Bezug des Obergeschoss dramatisch entwickelt hat, endgültig eskaliert“, schreibt das Rathaus.

2. Bürgermeisterin Bianka Poschenrieder (SPD) bat eigenen Angaben zufolge, als der Vorfall am Vormittag im Rathaus gemeldet wurde, sofort um einen Termin bei Landrat Robert Niedergesäß (CSU). Noch am selben Nachmittag trafen sich im Landratsamt Niedergesäß, Mitarbeiter des Teams Asyl und der Leiter der Polizeiinspektion Poing, Helmut Hintereder, mit den betroffenen Anwohnern, Ingrid Sendrowski, beim Helferkreis zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, und Vize-Bürgermeisterin Poschenrieder. Nach den eindringlichen Schilderungen der Anwohner sicherte der Landrat die Einrichtung eines 24-Stunden-Sicherkeitsdienstes ab Montag, 4. September zu. Zunächst für vier Wochen, um die potenziellen Störer zu identifizieren. Weiterhin forderte Niedergesäß am gleichen Tag in einem Brief an die oberbayerische Regierungspräsidentin Brigitta Brunner: „Im Falle der Entlassung aus dem Bezirkskrankenhaus wird der Landkreis Ebersberg – zum Schutz der eigenen Bevölkerung – Herrn H. definitiv nicht mehr in Unterkünften des Landkreises aufnehmen, weder in Pöring, noch sonst wo! Ich bitte dies entsprechend zu respektieren, zu bestätigen und beantrage eine Unterbringung in einer entsprechenden Spezialeinrichtung des Freistaates. Herr H. ist auch für keine andere ,normale’ Unterkunft und daher auch für keinen anderen Landkreis bzw. keine andere kreisfreie Stadt zumutbar, da er nach meiner festen Überzeugung eine Gefährdung für die Öffentlichkeit darstellt.“

Die Polizeiinspektion Poing sicherte außerdem zusätzliche Streifen in der Umgebung des Bahnhofs während der Hauptverkehrszeit am Morgen zu. „Gerade dann werden Bürger in letzter Zeit häufig angepöbelt und fühlen sich bedroht. Die Gemeinde Zorneding wird sich weiterhin mit allem Nachdruck dafür einsetzen, die Sicherheit ihrer Bürger zu garantieren und die Integration der Asylbewerber zu unterstützen. Potenzielle Störer werden aber ausdrücklich nicht geduldet“, so Poschenrieder abschließend.

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