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Bald Seelsorger in Zorneding: Mathias Häusl fängt am 1. September in der katholischen Gemeinde an.

Nachfolger für dunkelhäutigen Pfarrer

Nach Rassismus-Prozess: Zorneding hat einen neuen Seelsorger

Wegen rassistischer Hetze gegen seinen dunkelhäutigen Pfarrer war Zorneding bundesweit bekannt geworden. Nun bekommt der Ort einen neuen Seelsorger.

Zorneding - Am 1. September fängt Mathias Häusl als Seelsorger in der katholischen Pfarrgemeinde in Zorneding an. Das teilte das Erzbischöfliche Ordinariat am Montag mit. Der 53-Jährige ist derzeit Pfarrvikar im nahegelegenen Pfarrverband Höhenkirchen. Auf den ersten Blick eine nüchterne Nachricht - nicht aber, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Nach Morddrohungen: Pfarrer aus dem Kongo verabschiedete sich

Der aus dem Kongo stammende Olivier Ndjimbi-Tshiende hatte vor einem Jahr seinen Weggang von der Pfarrei verkündet. Er hatte Morddrohungen erhalten, nachdem er ausländerfeindliche Parolen der Gemeinderätin und CSU-Ortsvorsitzenden Sylvia Boher öffentlich verurteilt hatte.

Im vergangenen Herbst wurde ein 74-Jähriger aus München wegen Volksverhetzung, Bedrohung und Beleidigung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte dem Geistlichen zwei Postkarten mit ausländerfeindlich motivierten Morddrohungen geschickt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Es kommt zu einem neuen Prozess.

dpa/lby

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