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An der Rückseite der Container sind außen Leitungen verlegt, wie Ingrid Sendrowski, Pressesprecherin des Helferkreises, zeigt.

Nach Strom- und Heizungsausfall

Zornedinger Asyl-Container: Helfer fordern Notfalltelefon

Zorneding  - Sowohl Strom als auch Heizung sind am vergangenen Wochenende in den Asylcontainern in Zorneding am Bahnhof ausgefallen. Inzwischen läuft wieder alles. Aber die Helfer befürchten, dass beim nächsten Containerbau in Pöring, ebenfalls in der Gemeinde Zorneding, die gleichen Probleme auftreten könnten.

Sowohl Strom als auch Heizung sind am vergangenen Wochenende in den Asylcontainern in Zorneding am Bahnhof ausgefallen. Dort leben rund 50 Flüchtlinge. Ein weiteres Problem: Die außen an den Containern verlegten Warmwasserleitungen sind aus Sicht des Helferkreises nicht ausreichend isoliert.

Inzwischen läuft wieder alles. Aber die Helfer befürchten, dass beim nächsten Containerbau in Pöring, ebenfalls in der Gemeinde Zorneding, die gleichen Probleme wieder auftreten könnten. „Die Pläne sehen genauso aus wie in Zorneding“, so Angelika Burwick, Vorsitzende des Helferkreises, nach einem Treffen mit dem zuständigen Architekten am Dienstag. „Es ist der gleiche Hersteller.“

Am Samstag hatte Burwick die Nachricht erhalten: Heizung in den Containern ausgefallen. Sofort wurde sie aktiv. Es war der Abend des Zornedinger Neujahrsempfangs. Dann die Meldung: Strom weg, alles dunkel. Da zündeten natürlich die Bewohner Kerzen an, so Burwick. Aber die Schlafdecken seien leicht entflammbar. Auf dem Empfang wandte sich Burwick an Zornedings Bürgermeister Piet Mayr. Der alarmierte die Feuerwehr, aber nicht, weil es brannte. Sondern: Der Raum mit dem Elektrokasten im Containerbau ist normalerweise abgeschlossen, der Schlüssel liegt im Landratsamt in Ebersberg. Die Feuerwehr konnte den Raum jedoch öffnen, weil dort auch die Brandmeldenzentrale liegt. Und zu der hat sie Zugang.

Grund für den Stromausfall war, dass ein FI-Sicherheitsschalter reagiert hatte. „Das auslösende Gerät haben wir immer noch nicht gefunden“, so Mayr. Am Sonntag gab es laut Burwick die gleiche Situation nochmals, wieder half die Feuerwehr. In die ganze Aktion um Heizung und Strom war auch Landrat Robert Niedergesäß eingebunden, telefonierte , um am Wochenende Handwerker zu finden. Dass es schließlich geklappt hat, darüber freut sich Burwick. Sie merkt aber auch kritisch an, dass sich bei solchen Problemen nicht die Spitzen der Verwaltung einbringen müssten: „Das ist, wie wenn sich die Vorstandsvorsitzenden eines Unternehmens um die Mülltonnen im Hof kümmern.“ Ähnlich sieht dies auch Bürgermeister Piet Mayr. Ebenso wie der Helferkreis regt er an, eine Art Notfalltelefon einzurichten.

Laut Landratsamt sei am Wochenende in mindestens einem von mehreren Stromkreisen in der Anlage der FI-Schalter ausgelöst worden. Dadurch sei die Stromversorgung punktuell unterbrochen gewesen. Welche Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen werden müssten, werde entschieden, wenn die Ursache klar sei. So, wie sich die Situation im Moment darstellt, gibt es laut Landratsamt kein bauliches Defizit als Ursache für die Unterbrechung der Stromversorgung in einzelnen Containerräumen in Zorneding. Und in puncto Notfalltelefon erklärte Landratsamtssprecherin Evelyn Schwaiger: „Schon bisher sind bei der Polizei und der Rettungsleitstelle Notfallnummern der zuständigen Mitarbeiter des Landratsamtes hinterlegt.“

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