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Er macht kaum etwas lieber, als Geschichten erfinden: Dietmar Gschrey hat sein drittes Buch geschrieben. 

Neuer „Kramer“-Krimi  von Dietmar Gschrey

Der kann was erzählen!

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James Bond in Oberbayern! Kramer heißt der Mann. Michael Kramer. In „Rabenkrähe die letzte“ erlebt Kramer sein letztes Krimiabenteuer aus der Feder des Zornedingers Dietmar Gschrey (75).

Zorneding – Wie schon in den beiden Bänden „Number One in Niederbayern“ und „Wunderbares Griechenland“ kämpft der liebenswerte Pensionär Kramer mit dem albanischen Bösewicht Dr. G.. Kramer kommt sogar in Schutzhaft, weil Dr. G. ihm ans Leben will. Oder doch nicht? Jedenfalls steht am Ende die Frage: Gelingt es Dr. G., Kramer zu erschießen? Bis es soweit ist, ereignen sich lauter skurrile Geschichten, die der Autor manchmal aus seinem Erlebten erzählt, manchmal frei erfindet. Was steckt zum Beispiel hinter der Geschichte vom Oberstaatsanwalt, der eines Tages mit einer Pistole in der Hand im Friseursalon erschien – weil ein Kopfgeld von einer Million Euro auf ihn ausgesetzt war? „Tatsächlich so geschehen“, versichert der Autor.

„Kann sein, dass ich das alles aus Geltungssucht mache“, sagt Dietmar Gschrey. „Aber ich habe doch immer schon gerne Geschichten erzählt.“ Stundenlang hat er in dunklen Winternächten so seiner Familie die Zeit vertrieben, immer wieder Neues und Spannendes erfunden. Dietmar Gschrey war erst Feinmechaniker, dann Lehrer. Da konnte er seinen Schülern was erzählen. Später dann auch Lehrkräften. Als das Publikum nach seiner Pensionierung ausblieb, setzte sich Gschrey an den Schreibtisch und schrieb seine Geschichten einfach auf.

2007 erschien der erste Michael-Kramer-Kriminalroman, 2009 folgte der zweite Band und jetzt, 2017, der dritte und sicherlich eigenartigste. „Mag sein, dass das Werk ein wenig manieriert geworden ist“, sagt der Autor. „Aber wer das Vorwort liest, wird mit dem Buch top klarkommen.“ Gschrey hat ein wenig experimentiert. Aus einem Erzähler wird ein Kollektiv, das sich in verschiedene Ichs auflöst. Unverständlich? „Nein!“, sagt Gschrey, der eine Leidenschaft für die Ergebnisse der Hirnforschung entwickelt hat und damit in seinem neuen Roman spielt. Und er fügt hinzu: „Man darf sich nur nicht wundern!“

Nach dem niederbayerischen Rottal, wo sich Geschrey während des Krieges aufhielt, und Griechenland, wo die Familie ein Ferienhaus besitzt, hat der Autor den letzten Teil der Kramer-Trilogie zum großen Teil im Münchner Osten angesiedelt, also daheim. Ob der rührige Kramer aber überhaupt dorthin zurückkehren kann, bleibt hier und jetzt offen.

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