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Thomas Heer, hier bei der Bürgerversammlung 2018 in Zorneding, ist Vorsitzender des neu gegründeten Vereins. 

Es geht vor alllem um Wohnbau- und Verkehrsfragen

Neuer Verein will, dass Pöring nicht unter die Räder kommt

„Bürger für Pöring“ heißt ein Ende Dezember neu gegründeter Verein, der im Wesentlichen aus den Mitgliedern der Initiative „Pöringer Charakter erhalten“ besteht, die sich seit dem vergangenen Jahr intensiv mit dem geplanten Neubaugebiet an der Wimmerwiese auseinandersetzt. Vorsitzender des Vereins ist Thomas Heer, sein Stellvertreter ist Gabriel Trischler.

Pöring– Die Ebersberger Zeitungsprach mit Schatzmeister Christian Baretti. „Mit dem Verein wollten wir uns institutionalisieren, um auch formal als Ansprechpartner für die Gemeinde besser auftreten zu können“, erläutert Baretti. Zudem wolle man den Schwung mitnehmen und interessierten Bürgern die Möglichkeit bieten, dem Verein offiziell beizutreten, was wiederum Signalwirkung auf die Gemeinde habe.

Zu siebt wurde der Verein gegründet, derzeit werden Beitrittsformulare bearbeitet, sodass Baretti nicht genau sagen kann, wie viele Mitglieder der Verein aktuell hat: „Wenn alle, die zugesagt haben, auch wirklich beitreten, dann sind das um die 25“, schätzt er.

Erstes Ziel des Vereins ist die weitere Begleitung des Bauvorhabens an der Wimmerwiese. Dazu hatte Heer schon auf der Zornedinger Bürgerversammlung im vergangenen November den Antrag an die Gemeinde gestellt, ein Verkehrskonzept zu erarbeiten. Mit diesem Antrag muss sich der Gemeinderat bis zum Februar befassen. Zudem wurden inzwischen mit den Fraktionen Gespräche geführt und Vorschläge unterbreitet. Dabei geht es neben der Verkehrsführung auch um die Ausnutzung des natürlichen Gefälles am Baugebiet: „Wenn man das optimal berücksichtigt, würde der First des vierstöckigen Gebäudes die dreistöckigen Gebäude nur geringfügig überragen“, so Baretti. Um das zu veranschaulichen, wurde ein 3D-Modell angeregt, das auch als Grundlage für eine öffentliche Anhörung dienen könnte. Denn eine breite Bürgerbeteiligung ist eine weitere Forderung des Vereins. Schon im April vergangenen Jahres hatten die Anwohner in Eigenregie eine Informationsveranstaltung durchgeführt, die zeitlich allerdings mit einer Gemeinderatssitzung kollidierte. Das soll diesmal besser laufen: „Meine Traumvorstellung ist, dass sich Verein und Gemeinde im Vorfeld zusammensetzen, um gemeinsam so eine Veranstaltung vorzubereiten.“

In einer aktuellen Pressemitteilung des neuen Vereins heißt es zudem, der Verein verstehe sich als Lobby für Pöring, damit der deutlich kleinere Ortsteil in der Zornedinger Gemeindepolitik nicht unter die Räder komme.

Fühlen sich die Pöringer denn so vernachlässigt? „Pöring ist nur mit einem einzigen Rat (Anm. d. Red: Wilhelm Ficker, Freie Wähler, siehe auch Kasten unten) im Gemeinderat vertreten, hat aber als Entwicklungsgebiet der Gemeinde sehr spezifische Problemstellungen, etwa durch das Gewerbegebiet“, so Baretti. Er selbst wohnt seit genau fünf Jahren in Pöring, versteht sich aber nicht als „meckernder Zugezogener“: „Für mich ist Pöring nicht nur Schlafstätte, ich will mich hier einbringen und für den Ort engagieren.“

Susanne Edelmann

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