Alexandra und Falk Skeide sowie Daniela Delges (von links) bei der Vertragsunterzeichnung für die neuen Räume in Pöring im vergangenen September.
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Alexandra und Falk Skeide sowie Daniela Delges (von links) bei der Vertragsunterzeichnung für die neuen Räume in Pöring im vergangenen September.

Eröffnung des Unverpackt-Ladens in Pöring verzögert sich weiter

Warten aufs Amtsgericht: „Wir lassen uns nicht unterkriegen!“

Zum Jahresbeginn gibt es gute und schlechte Nachrichten von der Genossenschaft „Deine Alternative“ Zorneding. Die Ansätze sind gut, die bürokratischen Hürden sind hoch.

Zorneding – Die weniger gute Nachricht ist: Die Eröffnung des Unverpackt-Ladens in der Anzinger Straße in Pöring verzögert sich weiter.

Eigentlich hätte der Laden bereits nach den Herbstferien öffnen sollen, aufgrund bürokratischer Hürden hatte sich der Termin aber auf Januar verschoben (wir berichteten). Auch dieser Termin ist derzeit aber noch ungewiss, wie Alexandra Skeide, neben Daniela Delges eine der beiden Vorsitzenden der Genossenschaft, gegenüber der Ebersberger Zeitung berichtet: „Unsere Genossenschaft ist beim Registergericht eingetragen, aber das Amtsgericht hat die Unterlagen noch nicht an den Notar übermittelt. Erst wenn das geschehen ist, können wir unser Gewerbe anmelden und erst dann bekommen wir eine Steuernummer, können Bestellungen tätigen und Rechnungen bezahlen“, erklärt sie.

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Zuständige Mitarbeiterin nicht im Haus und ohne Vertretung

Eine Verzögerung hatte es schon im Herbst gegeben, weil die im Amtsgericht zuständige Mitarbeiterin nicht im Haus war und offenbar auch keine Vertretung hatte, wird kolportiert. Dann sei eine Satzungsänderung verlangt worden, woraufhin die Genossenschaft im November eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen musste, um die Satzungsänderung zu beschließen und alle Mitglieder diese Änderung unterzeichnen zu lassen.

„Wir lassen uns nicht unterkriegen!“

Nun liegt der Ball wieder im Amtsgericht. „Beim Notar kümmert sich eine Mitarbeiterin darum, die hat berichtet, dass nicht nur wir von diesen Verzögerungen betroffen sind“, erzählt Skeide, die weiter positiv bleibt: „Wir lassen uns nicht unterkriegen!“

Und es gibt ja auch gute Nachrichten: Die Genossenschaft ist trotz aller Startschwierigkeiten auf über 130 Mitglieder angewachsen. Und die Ladenräume sind so gut wie fertig eingerichtet, auch wenn die Waren noch fehlen. Das bedeutet: Künftig kann sich der Plastikfrei-Stammtisch, den Corinna Dörr aus Zorneding ins Leben gerufen hat, dort treffen. Der nächste Stammtisch findet am Montag, 13. Januar, um 20 Uhr statt. Neben einer Führung durch den Unverpackt-Laden steht zudem das gemeinsame Basteln von Mülltüten auf dem Programm.

Nähere Infos zum Plastikfrei-Stammtisch erteilt Corinna Dörr unter Tel. (0179) 37 97 014.

Fortbildung für Lehrer im Programm

Gute Nachrichten gibt es auch von Alexandra Skeides Ehemann Falk, der seit Monaten sehr erfolgreich schon Schulen und Kindergärten besucht, um die Kinder über Plastikmüll und deren Vermeidung aufzuklären. Mittlerweile hatte er Kontakt zum bayerischen Kultusministerium und zu einer Umweltreferentin und bietet nun Fortbildungen für Lehrer an, die dann ihrerseits das neu erworbene Wissen an ihre Schüler weitergeben können.

Die erste offizielle Lehrerfortbildung mit Falk Skeide findet am 24. Januar statt, ebenfalls in den Räumen des Unverpackt-Ladens. Vielleicht gibt es bis dahin auch endlich einen definitiven Eröffnungstermin. Alexandra Skeide betont: „Wir sind startbereit.“

VON SUSANNE EDELMANN

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