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Das Schleppseil hat den linken Außenspiegel des Streifenwagens durchtrennt.

Schnur quer über der Fahrbahn in Zorneding 

Kurioser Unfall: Polizeiauto verfängt sich in Schleppseil

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Ein Polizeiauto ist in der Gemeinde Zorneding in ein Nylonseil gefahren, das quer über die Fahrbahn gespannt war. Das Seil durchtrennte den linken Außenspiegel des Wagens. Es stammte von einem Modellflieger.

Zorneding – Kurioser Unfall in Zorneding:Am Sonntag war eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Poing gegen 17 Uhr auf der Ortsverbindungsstraße von Ingelsberg Richtung Wolfesing unterwegs. Etwa in der Mitte zwischen den beiden Orten war, für den Fahrer nicht sichtbar, in etwa 1,2 Metern  Höhe quer über die Fahrbahn ein dünnes Nylonseil gespannt, in das das Polizeiauto rauschte.

„Nach der Kollision mit dem Seil stellten die Beamten beim Aussteigen fest, dass sich das Nylonseil stramm um das gesamte Fahrzeug gewickelt und den linken Außenspiegel des Streifenwagens glatt durchtrennt hatte“, berichtet die Polizei am Dienstag. Der Sachschaden beträgt mehrere hundert Euro.

Da am Heck des Streifenwagens ein kleiner Fallschirm hing, stand als Verursacher schnell ein Modellflugzeugpilot auf einer angrenzenden Wiese fest. Dieser hatte nämlich kurz vor dem Unfall sein Modellsegelflugzeug mit dem Nylonseil auf 40 Meter Flughöhe gebracht und dort ausgeklinkt. Das Seil sollte dann anschließend über der Wiese am Fallschirm zu Boden fallen. Da der Pilot des Flugmodells aber die Windrichtung nicht beachtet hatte, ging das Seil nicht wie geplant auf der Wiese nieder, sondern auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite. Das etwa zwei Millimeter dicke Seil verfing sich dort an einem Laternenmasten und spannte sich nahezu unsichtbar quer über die Fahrbahn. Den Modellflugzeugführer erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

„Nur wenige Sekunden nachdem sich der Streifenwagen im Seil verfangen hatte, befuhren mehrere Motorradfahrer und Radfahrer die Gemeindeverbindungsstraße. Wie der Unfall mit einem Zweirad geendet hätte, möchte sich sicher keiner vorstellen“, so die Polizei.

Sie weist in diesem Zusammenhang eindringlich auf die allgemeinen und speziellen Gefahren beim Betrieb von Modellflugzeugen hin. Der Betrieb von Modellflugzeugen sei seit kurzem in der neuen Drohnen-Verordnung streng gesetzlich reglementiert. Detaillierte Informationen hierzu biete das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Internet auf seiner Homepage, so die Polizei. 

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