„Der Test geht schnell und ist deutlich weniger unangenehm als befürchtet“, berichtet EZ-Mitarbeiterin Susanne Edelmann.
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„Der Test geht schnell und ist deutlich weniger unangenehm als befürchtet“, berichtet EZ-Mitarbeiterin Susanne Edelmann.

In Rekordzeit hat die Gemeinde ein Abstrich-Zentrum eingerichtet

Selbstversuch: So klappt der Test in Zorneding

  • Susanne Edelmann
    vonSusanne Edelmann
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Das ging fix: Der Gemeinderat Zorneding hat einstimmig beschlossen, der Adler-Apotheke das Untergeschoss des Jugendzentrums kostenfrei als Corona-Testzentrum zur Verfügung zu stellen. Kurz danach wurden dort die ersten Tests durchgeführt.

Zorneding - Am vergangenen Freitag hatte das Team rund um Apothekerin Ulrike Sommer das Testzentrum aufgebaut, statt Mittagspause gab es eine Schulung für zehn Mitarbeiter. „Aber wir werden künftig auch weiter schulen“, verspricht Sommer, denn das Testzentrum ist personalintensiv: Jeweils nach drei Stunden ist Schichtwechsel, denn das lange Arbeiten in der dicken Schutzkleidung ist anstrengend. Deutlich leichter haben es diejenigen, die sich testen lassen. Die Anmeldung funktioniert übers Internet unter https://app.no-q.info/testzentrum-zorneding/checkins# und führt zu einem Formular, in dem man das gewünschte Datum auswählt und dann eine Übersicht der verfügbaren Termine angezeigt bekommt. Am Samstag startete das Testzentrum mit drei Stunden am Vormittag, die ruckzuck ausgebucht waren, denn die Neuigkeit hatte sich in der Gemeinde in Windeseile herumgesprochen. Künftig stehen an Werktagen Termine zwischen 10 und 12.45 Uhr sowie zwischen 16 und 18.45 Uhr zur Auswahl.

Testzentrum Zorneding: Bestätigung kommt per Mail

Nach der Anmeldung erhält man per Mail eine Bestätigung, die auch die nötigen Dokumente enthält, die man zum Testen mitbringen muss. Wer kein Internet oder keinen Drucker hat, kann sich an das Servicebüro am Herzogplatz wenden, das hier gerne hilft. Der Test wird durch pharmazeutisches oder medizinisches Personal durchgeführt, geht schnell und ist deutlich weniger unangenehm als befürchtet. Mit einem Abstrichtupfer wird eine Probe aus dem Nasen-Rachen-Raum entnommen und direkt vor Ort ausgewertet.

Testzentrum Zorneding: Abstreifer „besonders angenehm“

„Es gibt Teststäbchen verschiedener Hersteller, die unterschiedlich rau sind“, erläutert Sommer. „Wir haben uns für einen renommierten Hersteller entschieden, bei dem die Abstreifer besonders angenehm sind.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin Elisabeth Hofer steht Sommer an diesem ersten Tag selbst im Testzentrum. Die Personen, die getestet werden, stehen draußen vor der Tür des Jugendzentrums quasi vor einem Schalter, das Testpersonal steht innen, durch eine Folie geschützt. Etwa eine halbe Stunde dauert es anschließend, bis die Mail mit dem passwortgeschützten Ergebnis eintrifft.

Sommer betont, wie dankbar sie Zornedings Bürgermeister Piet Mayr und dem Gemeinderat für die schnelle Entscheidung und Unterstützung ist: „Je mehr wir testen können, umso besser kommen wir hoffentlich durch diese dritte Welle.“ Und noch etwas ist ihr wichtig: „Der Antigen-Schnelltest schließt eine Infektion nicht zu 100 Prozent aus, sondern ist eine Momentaufnahme. Ein negatives Testergebnis bedeutet, dass Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit im Moment nicht ansteckend sind.“ Die gängigen Maßnahmen wie Abstand, Hygiene, Maske und Lüften müssen dennoch weiterhin beachtet werden.

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