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Zufriedene Jury vor dem Siegertisch: (v.l.) Oliver Brandhuber (Vorstand Raiffeisenbank Zorneding), Schreiner-Obermeister Johann M. Wieser , Martin Heimgreiter (Schreinermeister, Kreishandwerkerschaft Miesbach-Bad Tölz-Wolfratshausen), Markus Steffelbauer (Architekt), Simon Butz (Meisterschule München) und EZ-Redakteuer Robert Langer. 

Wettbewerb „Die gute Form“

Schreinernachwuchs im Landkreis Ebersberg besticht mit hoher Qualität

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Die Entscheidung war eindeutig. Der klar strukturierte Schreibtisch, den Hannes Reinhardt vom Ausbildungsbetrieb Holzdesign Huber in Landsham (Gemeinde Pliening) entworfen und gebaut hat, ist ein würdiges Siegerstück.

Zorneding– Die Juroren waren sich bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Gute Form“ der Schreinerinnung weitgehend einig. Auf die Plätze zwei und drei kamen zwei Gesellen der Schreinerei Hubert Reim aus Anzing, nämlich Josef Martin Soyer und Tim Lehrmann. Sie hatten ein Sideboard beziehungsweise einen Tisch vorgestellt.

In die Bewertung der Gesellenstücke aus dem Landkreis waren sechs Möbel aufgenommen worden. Sie alle zeigten hohes handwerkliches Können als Folge einer guten Ausbildung und großem Einsatz der jungen Schreiner. Davon können sich Interessierte auch selbst überzeugen. Vier Wochen lang sind die Gesellenstücke, wie auch schon in den vergangenen Jahren, in der Schalterhalle der Raiffeisenbank in Zorneding, Birkenstraße 1-5, zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreditinstituts zu sehen. „Wir freuen uns auf viele Besucher“, betonte Oliver Brandhuber (Vorstand Raiffeisenbank Zorneding), der auch Mitglied der Jury war.

Bei allen eingereichten Möbelstücken war ein Trend erkennbar: Klare, fast schon strenge Formen, ohne Schnörkel, ohne unnötiges Beiwerk, nutzungsorientiert und dennoch ansprechend. Das Holz mit seiner Maserung wirkt durch sein Eigenleben. Dazu überraschende Details, die aber eher versteckt waren, wie zusätzliche Kästchen oder Fächer mit Deckel in Schubladen. Zudem scheint Eiche auch kräftig dominierend weiter im Trend zu sein.

Die Möbel waren mit Nummern versehen, um die Anonymität zu gewährleisten. Gewertet wurde von der Jury nach Kriterien wie Originalität, die sich in eigenständigen Ideen der Gesellen zeigt, Modernität ohne Nachahmung vergangener Stilepochen, ein gutes Design, zweckentsprechende Funktionalität und technische Qualität.

Dabei konnte eigentlich alle Möbelstücke punkten. Die handwerklichen Fähigkeiten der ehemaligen Auszubildenden überzeugten. Dazu kamen noch interessante Ideen, die bei den Juroren für angeregte Gespräche sorgten, wie etwa eine verschiebbare Rückwand eines Sideboards.

Dennoch stach der Siegerschreibtisch heraus. Der Jury gefielen vor allem die stimmigen Proportionen und der Materialmix aus Eichenholz für die Platte und Metall für die Füße. Abgesetzt zudem noch eine anthrazit farbene Holzfläche in der Mitte der Tischplatte, die aufgeklappt werden kann. „Die Kombination unterschiedlicher Materialien wie Glas und Metall mit Holz gehört inzwischen bei unserem Handwerk dazu“, so der Obermeister der Schreiner im Landkreis, Johann M. Wieser. „Auch deshalb ist der Beruf interessant und hat Zukunft. Wie der Wettbewerb zeigt, ist die Qualität der Leitungen in den Betrieben sehr hoch.“

Die Siegerarbeit geht nun in den Bayernentscheid. Die Ebersberger hatten dabei in der Vergangenheit schon gute Erfolge zu verzeichnen, bis hin zu Landessiegern. Und auch auf Bundesebene wurden bereits Spitzenplätze erreicht.

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