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Verkehr ist ein Dauerthema in Zorneding. Jetzt soll ein Gesamtkonzept her.

Debatte um Gesamtkonzept

Dauerthema Verkehr: So soll‘s in Zorneding weitergehen

Der Verkehr ist ein Dauerthema in der Gemeinde Zorneding. Die Freien Wähler fordern ein Gesamtkonzept, doch das ist teuer. So soll es jetzt weitergehen.

Zorneding – Ob Eglhartinger Straße, Schmiedweg, Lindenstraße, Bucher oder Münchner Straße, Brennpunkte gibt es genug. Verkehrsplanerische Änderungen an der einen Stelle rufen Probleme an anderer Stelle hervor, Konfliktsituationen werden oftmals nur verschoben, finden die Freien Wähler und beantragten deshalb, eine Verkehrserhebung für das gesamte Gemeindegebiet erstellen zu lassen. Darin sollen Verkehrsstärke und -ströme gemessen und mit diesen Daten eine Verkehrsflusssimulation erstellt werden.

Ziel: Mehr Verkehrssicherheit

Wilhelm Ficker erläuterte: „Das Ziel ist mehr Verkehrssicherheit, die Gemeinde gewinnt eine Planungsgrundlage für künftige Bauleitverfahren, zum Beispiel beim Neubaugebiet an der Wimmerwiese, beim Kindergarten an der Raiffeisenbank und die weitere Ortsentwicklung.“

Die Gemeindeverwaltung hatte vor der Sitzung bereits Angebote eingeholt, diese bewegen sich je nach Leistung zwischen 30.000 und 60.000 Euro. „Die Kosten sind zwar hoch, aber wir wollen trotzdem an dem Antrag festhalten. Der Verkehr ist eines der drängendsten Probleme der Bürger“, so Ficker.

Gegenwind von der CSU

Gegenwind kam von der CSU-Fraktion: Stefanie Berndlmeier erinnerte daran, dass der Gemeinderat erst im Januar einen Antrag aus der Bürgerversammlung abgelehnt habe. Dort war ein Verkehrskonzept für Pöring gefordert worden. Renate Pfluger meinte: „Das ist eine reine Bestandsaufnahme und sagt uns nicht, was wir tun sollen.“

Sylvia Boher fand, man solle das Geld lieber für konkrete Projekte verwenden. „Diese Summe wird uns nicht aus der Bahn werfen“, entgegnete Helmut Obermaier (Grüne). „Wir tun gut daran, ein aktuelles Konzept zu erstellen.“ Er schlug jedoch vor, im Verkehrsausschuss die einzelnen Varianten genauer zu erörtern, damit klar sei, was die Gemeinde jeweils für ihr Geld bekomme.

SPD: Fange nicht bei Null an

Werner Hintze (SPD) berichtete, in Poing seien die Erfahrungen mit einem Gesamtverkehrskonzept ausgesprochen gut. „Und wir fangen ja nicht bei Null an, sondern können auf dem Konzept von 2009 aufbauen.“ Falk Skeide als amtlich bestellter Sachverständiger erläuterte: „Alle Daten basieren auf gemessenen Zahlen, nicht auf subjektiven Wahrnehmungen. In eine Simulation können Veränderungen eingepflegt werden, die Auswirkungen sind sofort sichtbar. Daraus kann man dann mit einem Verkehrsplaner geeignete Maßnahmen ableiten.“

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Die Debatte zog sich, wurde sogar kurz für interne Beratungen der einzelnen Fraktionen unterbrochen. Schließlich folgte das Gremium mehrheitlich einem Vorschlag von Bürgermeister Piet Mayr (CSU):

Das Thema soll im Verkehrsausschuss vorberaten werden. Daraus wird ein Konzept erarbeitet, über das der Gemeinderat dann in einer seiner nächsten Sitzungen abstimmen kann.

Susanne Edelmann

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