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Ein Elektro-Lastenrad kann vielen Zwecken dienen. In Zorneding soll eines angeschaftt werden, damit die Bürger damit zum Einkaufen fahren können.

Fahrrad soll Alternative zum Auto darstellen und ausgeliehen werden können

Zorneding bekommt E-Lastenbike für Einkaufsfahrten

Auf Wunsch der SPD Zorneding soll die Gemeinde ein E-Lastenfahrrad zum Ausleihen anschaffen. Damit gebe es ein Angebot zur alternativen Mobilität, heißt es im Antrag.

Zorneding – „Die Nutzung des Lastenfahrrads kann die Straßen vom Autoverkehr entlasten und einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leisten“, so die Initiatoren des Antrags.

Bis zu vier Kinder oder der komplette Wochenend-Großeinkauf könnten sicher transportiert werden, dank der elektrischen Unterstützung auch über weite Strecken oder Steigungen. Vorbild sei die Gemeinde Poing: „Dort wird das vor allem von Familien bereits rege genutzt“, berichtete Bianka Poschenrieder, der Verwaltungsaufwand sei minimal. Das jedoch bezweifelte Daniel Kommnick, Geschäftsleiter der Gemeinde Zorneding: „Der Aufwand, der durch Überlassung und Entgegennahme, Kontrolle, Wartung und Nutzungsvereinbarung wiederkehrend entsteht, wird zusätzliche Personalkapazitäten erfordern“, hieß es in einer Stellungnahme der Verwaltung.

Gemeindeverwaltung fürchtet den Aufwand

„Man sollte den Aufwand von der Gemeinde fernhalten und die Anschaffung dem Bedarf der Bürger überlassen“, meinte Ferdinand Glasl (CSU) und Hubert Röhrl (Freie Wähler) ergänzte: „Ich warne davor, dass die Gemeinde als Fuhrunternehmer auftritt. Wir sollten lieber einen Verein, der das übernimmt, unterstützen, die Gemeinde wäre damit überfordert.“

Poing hat es auch geklappt

„Wenn Poing das schafft, dann schaffen wir das auch“, entgegnete Poschenrieder und berichtete, dass die SPD inzwischen vom Förderverein Sport und Kultur, von den Autoteilern und von der Genossenschaft „Deine Alternative“ Angebote erhalten habe, das Lastenrad dort anzusiedeln und sich um die Organisation zu kümmern.

Ein Pendant zum Einkaufsbus

Gerhard Wolf vom Förderverein bekräftigte: „Das ist eine super Idee und ein gutes Pendant zu unserem Einkaufsbus. Ich würde das gerne organisieren.“ Ein digitales Buchungssystem, wie es Helmut Obermaier (Grüne) in der Gemeinderatssitzung vorschlug, sei im Servicebüro am Herzogplatz bereits vorhanden und auch die Wartung könne der Förderverein übernehmen. Schließlich machte Bürgermeister Piet Mayr (CSU) der Diskussion ein Ende, indem er den Antrag der SPD umformulierte. Mit drei Gegenstimmen aus der CSU beschloss der Gemeinderat schlussendlich, dass die Gemeinde die Anschaffung eines E-Lastenfahrrades mit maximal 3500 Euro bezuschusst. Die Organisation und Wartung des Rades wird vom Zornedinger Förderverein Sport und Kultur übernommen.  

VON SUSANNE EDELMANN

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