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Bürgermeister Piet Mayr (2. von links) mit den geehrten Sportlern Doris Armster, Annalina Mak, Alexander Glaser, Maria Glaser, Matthäus Eberl, Georgina Schneid, Wolfgang Glaser und Ludwig Kohl (von links). 

Kritische Töne in Zorneding

Bürgermeister sagt bei Neujahrsempfang: „Jetzt reicht‘s!“

Kritische Töne hat Bürgermeister Piet Mayr beim Neujahrsempfang in Zorneding angeschlagen. Mit Blick auf die politischen Verhältnisse rief er: „Jetzt reicht’s!“

Zorneding – Jahrzehntelang bewährte Strukturen des Umgangs zwischen den Staaten würden einfach weggeworfen. Politische Verhältnisse würden unkalkulierbar, sagte der Rathauschef. Angesichts des „rambo-artigen Verhaltens der US-Regierung“ bekomme man Beklemmung und frage sich, wie das weitergehen soll, so Mayr.

Verlässlichkeit im Hintertreffen

Verglichen damit war das vergangene Jahr in Zorneding eher unspektakulär, doch lasse sich, so Mayr, auch hier ein gewisser Hang beobachten, öffentlich getroffene Verbindlichkeiten zu relativieren, wodurch die Verlässlichkeit ins Hintertreffen gerate: „Entscheidungen, die gestern noch gegolten haben, sind heute hinfällig“, kritisierte er und drückte gleichzeitig seine Hoffnung aus, dass sich dies nach der Kommunalwahl wieder beruhigen werde. Durch und durch positiv war hingegen das Engagement der Bürger, die diesmal eine besondere Ehrung erfuhren.

Stephan Kruip geehrt

So wie Stephan Kruip, Bundesvorsitzender der Mukoviszidose-Stiftung und Mitglied im Deutschen Ethikrat. Dafür wurde Kruip mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und nun auch in seiner Heimatgemeinde geehrt. Eine Urkunde erhielt auch Leon Wall, der seine Gesellenprüfung zum technischen Modellbauer als bayerischer Innungssieger und Zweiter im Bundeswettbewerb abgeschlossen hat.

Christoph Kosmus geehrt

Polizist Christoph Kosmuslebt zwar inzwischen im Allgäu, doch zum Zeitpunkt seiner Heldentat war er noch Zornedinger: Er hat einem hilflos im Wasser treibenden Mensch das Leben gerettet und dafür von Ministerpräsident Markus Söder die Rettungsmedaille erhalten.

Wilhelm Ficker geehrt

Eine andere Medaille, nämlich die silberne Verdienstmedaille der Gemeinde Zorneding, erhielt Wilhelm Ficker für sein langjähriges Engagement beim Verein d’Bianga: 30 Jahre war er im Vorstand, seit 2003 als Vorsitzender, bis er 2019 den Staffelstab an die nächste Generation übergeben hat.

Matthäus Eberl geehrt

Ähnlich verhält es sich bei Matthäus Eberl, der nach 26 Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit bei den Ingoltschützen in die zweite Reihe zurückgetreten ist. Er gehört dem Verein seit der Gründung 1971 an.

Schützen geehrt

Für seine Verdienste erhielt auch er die silberne Verdienstmedaille der Gemeinde. Für die Ingoltschützen war 2019 ein Erfolgsjahr. So schaffte die erste Luftpistolen-Mannschaft mit Alexander und Wolfgang Glaser, Doris Armster und Ludwig Kohl den Aufstieg in die Bezirksliga, und die erst 14-jährige Maria Glaser wurde beim Oktoberfest-Landesschießen mit knapp 900 Teilnehmern Vizekönigin mit dem Luftgewehr. Auch die 17-jährigeAnnalina Makkann bereits auf eine hohe Zahl an Auszeichnungen und Trophäen im Taekwondo zurückblicken.

Neben dem Wettkampfsport und dem Abiturstress hat sie zudem ihre Trainerlizenz erworben und trainiert nun ehrenamtlich die nächste Taekwondo-Generation und organisiert Vereinsfreizeiten.

Georgina Scheid geehrt

Ihre aktive Sportlerkarriere beendet hat hingegen Georgina Schneid. Schon vor über einem Jahrzehnt wurde die Gehörlosen-Leichtathletin in Zorneding für ihre sportlichen Erfolge geehrt. Nach zahllosen nationalen und internationalen Erfolgen und einem wahren Medaillenregen erhielt die Ausnahmesportlerin nun noch einmal eine Ehrung in ihrer Heimatgemeinde: „Ich verbeuge mich vor deinem Kampfgeist und deiner Leistung“, so Mayr. 

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„Du hast mit deinen sensationellen Erfolgen nicht nur für dich selbst eine Marke gesetzt, sondern auch für den gesamten Gehörlosensport sowie für Gehörlose im Allgemeinen. In absolut beeindruckender Weise hast du gezeigt, dass trotz dieser Einschränkung unglaubliche Leistungen möglich sind.“

Susanne Edelmann

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