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Das Zornedinger Jugendzentrum soll bald wieder geöffnet werden. 

Zusammenarbeit dreier Vereine macht‘s möglich

Zornedinger Jugendzentrum soll bald wieder öffnen

Gute Nachricht für Zornedinger Jugendliche: Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das seit Monaten geschlossene Jugendzentrum (Juz) bald wieder zu öffnen.

Zorneding – Wie Bürgermeister Piet Mayr (CSU) in der Sitzung erläuterte, liegen inzwischen Konzepte von Caritas, vom Förderverein Sport und Kultur sowie vom Verein Jüngste Kultur vor. Der Förderverein hat ein ausführliches Konzept zur Nutzung des Juz erstellt und bietet an, die Abwicklung von Raumreservierung, Schlüsselübergabe, Einweisung, Abrechnung der Kaution und dergleichen zu übernehmen. Schon jetzt nutzt der Förderverein ein entsprechendes Online-Raumbuchungssystem für seine Büros und das Lastenfahrrad. Für die Aufsicht im Haus könnten ehrenamtliche Helfer herangezogen werden.

Regelmäßige Runde der Verantwortlichen

Gerhard Wolf und Gabi Wappler, Vorstände des Fördervereins, schlagen dafür eine regelmäßige Verantwortlichenrunde mit allen Jugendlichen, die sich im Juz engagieren, vor. Veranstaltungen könnten künftig in Zusammenarbeit mit dem Verein Jüngste Kultur, aber auch mit der Grundschule, Bücherei, Vhs, TSV, Pfarrjugend oder Feuerwehr durchgeführt werden.

An Ideen mangelt es nicht

An Ideen mangelt es dem Förderverein nicht: Vom Kinonachmittag oder U16-Disco über Streetball-Turnier oder Girls’ Day bis hin zu Barbetrieb für Jugendliche ab 16 Jahren und Musikveranstaltungen. Auch sollte regelmäßig ein Tag der offenen Tür veranstaltet werden, um das Juz besser kennenzulernen und die Volkshochschule könnte hier spezielle Kurse für Jugendliche anbieten.

Caritas könnte Sozialarbeiter stellen

Der Förderverein macht aber auch deutlich, dass er selbst keine Leitung und pädagogische Begleitung des Juz erbringen kann, ebenso wenig wie aufsuchende Jugendarbeit und fachliche Beratungsgespräche. Hier kommt nun die Caritas ins Spiel, die für 20 Stunden pro Woche einen Sozialarbeiter bereitstellen könnte, der auch als Streetworker tätig ist. „Das alles ist schnell umzusetzen und ideal, um das Juz wiederzubeleben“, so Mayr.

Alle Fraktionen einverstanden

Zustimmung kam von allen Fraktionen. Jugendsprecher Moritz Dietz (Grüne) dankte den Vereinen für ihr Engagement, würde allerdings einen fest angestellten Jugendpfleger bevorzugen. Dennoch: „Ich freue mich, dass die Jugend nicht abgeschoben wird. Nun sollte das Juz wirklich schnellstmöglich wieder aufmachen.“ Schon im Dezember hatte Dietz ein Infotreffen für besorgte Eltern und Jugendliche initiiert, die daraufhin eine Online-Petition zum Erhalt des Juz gestartet hatten. Damals kursierten Gerüchte im Ort, wonach die Gemeinde plane, das Juz in einen Kinderhort umzuwandeln.

Diese Gerüchte bestätigte Mayr nun: „Im November hat die Arbeitsgruppe Kinderbetreuung die Verwaltung beauftragt, die Nutzung des Juz als Hort zu prüfen. Es stellte sich heraus, dass dies mit wenig Aufwand möglich wäre. Wenn nun dieses Konzept zum Erhalt des Juz beschlossen wird, müssen wir bis September eine zusätzliche Hortgruppe schaffen.“

Mayr gab zudem bekannt, dass sich ein Gesamt-Elternbeirat aller Kinderbetreuungseinrichtungen im Ort gebildet hat. Ein Vertreter daraus soll künftig der Arbeitsgruppe Kinderbetreuung angehören.

Vorgeschichte: Jugendpfleger weg: JUZ geschlossen

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