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Seit längerem wird in Zorneding über Windräder diskutiert. Jetzt haben erste Grundstücksbesitzer Interesse angemeldet.

Es geht voran mit dem Projekt

Zornedinger Windräder: Grundstücksbesitzer bekunden Interesse

Die nächste Hürde auf dem Weg zu Windrädern im Süden Zornedings ist genommen: Im Rathaus fand ein Infoabend für diejenigen Grundbesitzer statt, deren Flächen für die Windkraftanlagen in Frage kommen.

Zorneding– Im fraglichen Bereich gibt es über 300 Grundstücke mit eigenen Flurnummern, diese gehören rund 100 Eigentümern. Die Gemeinde Zorneding hatte es übernommen, die Grundbesitzer einzuladen, 34 Eigentümer waren dieser Einladung gefolgt, um sich vor Ort selbst eine Meinung darüber zu bilden, ob eine Verpachtung ihrer Grundstücke für sie in Frage kommt.

Vom Energie-Forum Zorneding (EFZ) wurden sie zunächst über die Idee einer Bürgergesellschaft zur Errichtung von Windenergieanlagen informiert, bei der alle Entscheidungen von den Gesellschaftern demokratisch getroffen werden.

Von Ablehnung nichts übrig geblieben

Hans Zäuner und Werner Stinauer, die Initiatoren des Windrades in Hamberg, konnten berichten, dass von der anfänglichen Ablehnung einiger Anwohner kaum etwas und von den Befürchtungen nichts übrig geblieben ist. Das Hamberger Windrad ist übrigens nur 400 Meter von den nächsten Wohnhäusern entfernt, während der Abstand zu den nächsten Häusern in Zorneding über 1100 Meter betragen würde. Zudem ist der zu erwartende Ertrag in Zorneding deutlich höher als in Hamberg, denn inzwischen gibt es modernere Windenergieanlagen, die für die hiesigen Schwachwind-Standorte besser geeignet sind.

Auch die Bedenken der Jagdgenossenschaft konnte Zäuner, selbst zweiter Vorsteher der Jagdgenossenschaft Bruck, zerstreuen: Zwar werde das Wild während der Bauphase verschreckt, sei bei Hamberg aber schon wenige Monate später zu seinem normalen Verhalten und den gewohnten Standorten zurückgekehrt und fühle sich offenbar in keiner Weise gestört. Die notwendige Rodung für die Windräder hänge von der Zuwegung ab und sei ohnehin nur dann nötig, wenn im Wald gebaut wird.

Pachtmodelle erläutert

Wolfgang Poschenrieder vom EFZ erläuterte im Anschluss Details zu den geplanten Windenergieanlagen und zu möglichen Pachtmodellen und Erträgen. In der anschließenden Fragerunde zeigten Fragen zu Details ein lebhaftes Interesse und ein insgesamt positives Stimmungsbild. Die ersten Absichtserklärungen von Grundbesitzern, die damit ihr Interesse an einer Verpachtung bekundeten, wurden direkt im Anschluss abgegeben.

Lesen Sie auch: Rückenwind für die Zornedinger Windrad-Befürworter

In den nächsten Wochen wird das EFZ die Lage und Eignung dieser Flächen prüfen. Im Herbst könnten demnach die Optionspachtverträge unterschrieben werden. An den Gemeinderat will das EFZ den Antrag stellen, einen Teilflächennutzungsplan für das Planungsgebiet aufzustellen, denn der ist Voraussetzung dafür, dass überhaupt eine Genehmigung zum Bau von Windrädern erteilt werden kann. Poschenrieder betonte nochmals, dass es beim Bau der Anlagen keine Öffnung für auswärtige Investoren geben soll.

Susanne Edelmann

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