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Die gefährliche Kreuzung an der Staatsstraße soll entschärft werden.

Ampel als Alternative abgelehnt

Zorneding: Debatte um Kreisel am Pöringer Gewerbegebiet dreht sich wieder

Zorneding - Soll es  nun ein Kreisel werden oder doch lieber eine Ampel. Die Grundsatzdebatte wurde wieder neu entfacht. 

Ein Kreisverkehr oder doch lieber eine Ampel? Mit dieser Frage beschäftigte sich kurz vor Weihnachten der Zornedinger Gemeinderat. Auslöser waren die gestiegenen Baukosten für den geplanten Kreisverkehr an der Staatsstraße 2081 am Pöringer Gewerbegebiet.

Laut André Younes vom technischen Bauamt der Gemeinde sind vor allem ein zusätzlicher Radweg und ein größerer Radius des Kreisels die Ursachen für die Kostensteigerung. Das hatte Younes bereits im Bauausschuss am Dienstag erklärt. Es geht um rund 630 000 Euro. Früher war von 340 000 Euro die Rede gewesen.

Peter Pernsteiner (FDP) fragte im Gemeinderat nun, ob angesichts dieser höheren Kosten nicht doch eine Ampelanlage sinnvoller wäre. Johann Schott (CSU) gab zu bedenken, dass sich in der Nachbargemeinde „Ampel-harting“ die Autos regelmäßig stauten, weil dort drei Ampelanlagen aufeinander folgen. Gemeint sind die Anlagen an der Bundesstraße 304 im Westen von Eglharting (Gemeinde Kirchseeon), die immer wieder in der Kritik stehen. „Das ist nicht sehr umweltfreundlich, beim Kreisverkehr hat man einen besseren Verkehrsfluss“, so Schott.

Bürgermeister Piet Mayr (CSU) betonte, die Ampellösung sei doch eigentlich schon lange verworfen worden. Allerdings, so räumte er ein, sei man damals noch von anderen Kosten für den Kreisverkehr ausgegangen.

Younes erläuterte, dass auch bei einer Ampelanlage weitere Kosten für Straßenquerungen einkalkuliert werden müssten. Dies müsse aber gegebenenfalls genauer untersucht werden. Wilhelm Ficker (FWG) wies ebenfalls auf diese Zusatzkosten hin und meinte: „Für mich ist der Kreisel alternativlos.“

Ganz anders sah das Moritz Dietz (Grüne): „Ich finde, die Ampel ist eine charmante Idee.“ Er beantragte, diese Möglichkeit zu prüfen und dann beide Möglichkeiten zur Abstimmung zu stellen.

Dieser Antrag der Grünen wurde jedoch mit elf Nein- und sieben Ja-Stimmen abgelehnt. Daraufhin beschloss der Gemeinderat mit großer Mehrheit, den Vorentwurf des Ingenieurbüros GFM aus München weiter zu verfolgen, die notwendigen Mittel in den Haushalt einzustellen und den Bürgermeister zur Auftragsvergabe zu ermächtigen.

Während der Bauphase des Kreisverkehrs sind zeitweise Komplettsperrungen der Straße nötig. Auch darüber hatte sich Pernsteiner Gedanken gemacht: „Die Beeinträchtigungen durch diese Sperrung sind problematisch, schließlich läuft auch der Lieferverkehr für die Supermärkte über diese Straße.“ Angedachte Straßenführungen durch Wohngebiete während dieser Straßensperrungen seien gefährlich.

Deshalb hatte Pernsteiner zwei Vorschläge zu alternativen Verkehrsführungen vorgelegt, unter anderem mit Verschwenkungen der St 2081 während der Bauphase. Younes versprach, die Alternativen im Bauamt zu prüfen.

se/lan

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