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Die Trendsportart Soccergolf wie hier bei Inzell könnte es bald auch bei Zorneding geben.

Unter Nachbarn

Zorneding: Debatte um Zufahrt zu Soccergolf-Anlage

Zorneding/Vaterstetten - Reicht die Zufahrt zum Sportgelände zwischen Baldham und Zorneding aus? Und wenn nicht, wer muss für die neue Straße bezahlen? Darum geht es in einer Debatte zwischen den Nachbarn Vaterstetten  und Zorneding.   

Die Meinungen der Nachbarn gehen auseinander. Erneut befasste sich der Zornedinger Gemeinderat mit der geplanten Soccergolf-Anlage. Während der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes waren einige Stellungnahmen eingegangen, darunter auch von der Nachbargemeinde Vaterstetten, die Grundstückseigentümerin der direkt angrenzenden Spielstätten des SC Baldham-Vaterstetten ist. Nach wie vor sorgt sich Vaterstetten um die ausreichende Verkehrserschließung der Anlage. Durch diese relativ neue Sportart, für die es in der näheren Umgebung keine vergleichbaren Einrichtungen gibt, sei mit einem nicht unerheblichen Neuverkehr zu rechnen, heißt es in der Stellungnahme. Vaterstetten fordert daher eine gesicherte Zufahrt von der B 304 zum Gelände für Rettungswagen und Feuerwehr. Auch Begegnungsverkehr für Pkw und Busse, soll möglich sein, etwa durch die Anlage von Ausweichbuchten.

Der künftige Betreiber der Soccergolf-Anlage geht hingegen von maximal 50 Spielern pro Tag aus, die – anders als bei den benachbarten Anlagen für Tennis, Fußball und künftig Baseball – auch nicht an feste Trainingszeiten gebunden seien. Denn ähnlich wie etwa beim Minigolf kann man auch beim Soccergolf jederzeit eine Spielrunde beginnen. Daher sei auch nicht mit dichtem Verkehrsaufkommen durch die Soccergolfanlage zu rechnen. Zudem liege die Soccergolfanlage ohnehin von allen Spielstätten noch am nächsten zur B 304, sodass der derzeitige Ausbauzustand der Zufahrt ausreichend sei, hieß es.

Dennoch kündigte Zornedings Bürgermeister Piet Mayr (CSU) an, das Gespräch mit Vaterstetten zu suchen. Er betonte aber auch, dass er nicht vorhabe, die Zufahrt auf Kosten der Gemeinde Zorneding zu ermöglichen. „Das Verkehrsaufkommen wird eher durch Fußball und Baseball verursacht“, so seine Auffassung.

Bei Soccergolf, auch Fußballgolf oder Footgolf genannt, werden Elemente von Fußball und Golf kombiniert. Ursprünglich kommt die Sportart aus Schweden. Ein Ball muss mit dem Fuß über Bahnen von 30 bis 200 Metern Länge in Löcher, Tore, große Blumenkübel oder Netze befördert werden. Auf den Bahnen gibt es je nach Gestaltung Hindernisse wie Bäume, Sandbunker- oder Hügel – ähnlich wie beim Golf. Die Anlage bei Zorneding soll auf rund drei Hektar Grund entstehen.

In Vaterstetten war das Projekt kürzlich Thema im Bauausschuss. „Eine vernünftige Verkehrsanbindung ist notwendig, da kommen wir nicht darum rum“, hatte Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger (Freie Wähler) erklärt. Doch das solle man aber „nicht alleine der Gemeinde Zorneding auferlegen. Der Rathauschef strebt eine gemeinsame Regelung an.

Klar ist aus Sicht Vaterstettens: Schon jetzt gestaltet sich die Verkehrssituation schwierig. Josef Schmid, Vorsitzender des Sportclubs Baldham-Vaterstetten und CSU-Gemeinderat sieht bei der Ansiedlung „erheblichen Handlungsbedarf bei der Infrastruktur“, wie er schon früher betonte. Zufahrten und Parkplätze seien schon jetzt vor allem am Wochenende überfüllt, so sein Argument. Für die Feuerwehr geben es da kein Durchkommen.

Klar ist auch: Laut Grundbuch müsste die Erschließungsstraße eine Breite von fünf Metern aufweisen. Tatsächlich sei eine „geringere Ausbaubreite vorhanden“, wie das Bauamt Vaterstetten jedoch feststellt. se/lan

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