Das Zornedinger Unterdorf im Jahr 1991: Damals führte noch die Bundesstraße mitten durch den Ort. Fotos: Hauser

Vortrag im Neuwirt

Zornedings Ortsgeschichte: Ein Dorf verändert sich

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Zorneding - Franz Hauser zeigt beim Zornedinger Heimatkundekreis die Entwicklung des Ortes über Jahrzehnte auf.

Aus einem Bauerndorf wurde eine moderne Wohngemeinde. Vor allem in den vergangenen 50 Jahren hat sich Zorneding stark verändert. Diese Entwicklung zeigt Franz Hauser aus Pöring mit einer Vielzahl von historischen und aktuellen Fotos in einer Veranstaltung des Heimatkundekreises Zorneding.

Ab den 1960er Jahren wurde der dörfliche Charakter des über 1200 Jahre alten Ortes durch neue Siedlungen verändert, unter anderem die Bungalow-Siedlung am Kapellenberg oder die EIWO-Bau-Siedlung. Anfang der 1970er Jahre entstand das große Neubaugebiet am Daxenberg, in dem rund 2500 Menschen eine neue Heimat gefunden haben. „Die Ausweisung eines so riesigen Baugebiets brach wie ein Naturereignis über die Zornedinger herein, die darauf in keiner Weise vorbereitet waren“, so Johann Huber vom Heimatkundekreis. Die Bevölkerungsstruktur habe sich durch diese Siedlung stark verändert.

Dieser Planung ging jedoch ein noch gigantisches Vorhaben voraus: In den 1960er Jahren bestand die Idee, die Gemeinde Zorneding zu einer Trabantenstadt von München mit rund 30 000 Einwohnern anwachsen zu lassen. Das „Münchner Feld“ zwischen Kapellenberg und Baldham sollte zugebaut werden. „Dies konnte aber Gott sei Dank mit knapper Mehrheit im Gemeinderat verhindert werden“, so Huber.

Ende der 1980er Jahre wurde in der früheren Siedlerstraße, der heutigen Birkenstraße, eine große Wiese bebaut. Es entstand der „Birkenhof“ mit Wohnungen und zahlreichen Geschäften. Daraus wurde in kürzester Zeit ein beliebtes Einkaufszentrum.

Seit Mitte der 1990er Jahre gab es die Baugebiete Grünlandstraße/Ingelsberger Weg, das Bauland für Einheimische und ein Gewerbegebiet. Am Rande dieser Siedlungen wurden ein idyllischer Weiher, ein Freizeitberg und Spielplätze angelegt.

Auch Zorneding bleibt vom allgemeinen Trend der Bauverdichtung im alten Ortskern nicht verschont. Fast jede freie Fläche wird heute genutzt. Das Ortsbild, insbesondere an der ehemaligen Bundesstraße 304, hat sich sehr verändert. Statt der früheren alten Bauernhöfe stehen dort jetzt moderne Wohnanlagen und Gewerbebetriebe. Nur noch wenige Bauernhöfe blieben entlang der Straße erhalten. „Trotz allem ist Zorneding eine Gemeinde geblieben, in der es sich gut leben läßt“, erklärt Huber. Diese Entwicklungen präsentiert Franz Hauser eindrucksvoll mit Fotos aus seinem umfangreichen Archiv. Eingeladen sind neben den Mitgliedern alle, die die Ortsgeschichte interessiert. lan

Termin

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 21. September, um 19.30 Uhr im Gasthof Neuwirt in Zorneding.

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