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Der Daxenberg ist die Heimat für rund 3000 Menschen

Energiewende

Zorneding: Fernwärme abgekühlt

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Zorneding -  Das Ergebnis ist zunächst ernüchternd, aber ganz vom Tisch ist der Plan nicht: Nach aktuellem Stand ist eine Fernwärmelösung für die Groß-Siedlung am Daxenberg in der Gemeinde Zorneding nicht wirtschaftlich.

Derzeit nicht wirtschaftlich: Jedoch könnte ein möglicher stabiler Anstieg des Gaspreises um fünf Prozent die Situation ganz anders aussehen lassen. Das wurde jetzt im Schlussberichts zum Quartierskonzept deutlich, der im Arbeitskreis Energiewende Zorneding (EAK) vorgestellt wurde.

Ein weiterer Punkt, um das Angebot attraktiver zu machen, wäre, wenn sich mehr Bürger entschlössen, bei diesem Projekt mitzumachen. Bei einer Anschlussquote von 100 Prozent „haben wir plötzlich die Wirtschaftlichkeit“, erklärte Ralf Gundelach vom beauftragten Büro Energie Concept Bayern im EAK. Er räumte aber ein, dass eine derartige Anschlussquote nicht realistisch sei. Gerechnet wurde in der Studie mit einer Anschlussquote von 70 Prozent. Zu Beginn der Studie stand eine Fragebogenaktion, an der sich über 24 Prozent der Angeschriebenen beteiligten. Rund 72 Prozent von ihnen hatten Interesse an einem Fernwärmeanschluss.

Hintergrund: Eine gemeinsame Wärmeversorgung für die in den 1970er-Jahren entstandene Großsiedlung „Daxenberg“, unter anderem gespeist aus einem Blockheizkraftwerk, wurde im Vorfeld als Leuchtturmprojekt bezeichnet. Rund 3000 Menschen leben in dem Zornedinger Ortsteil, in dem es große Wohnblocks ebenso gibt wie Reihen- und Einfamilienhäuser. Für die Studie wurden alle Gebäude im Viertel erfasst.

Gundelach stellte im Arbeitskreis vier Beispiel-Varianten vor, wie ein „Quartierskonzept“ umgesetzt werden könnte. Das reichte von einer kleinen Lösung für die öffentlichen Gebäude um Schule und Rathaus über die Versorgung eines einzelnen Wohnviertels bis zu einem Konzept für die gesamte Siedlung. Die große Lösung, die unter anderem auch eine mögliche Solaranlage auf einem Grundstück südlich der alten Bundesstraße umfasst, sei „derzeit knapp unwirtschaftlich“, so Gundelach. Von einem positiven Ergebnis sei man „aber nicht sehr weit weg“. Alle anderen Varianten liegen schlechter. Das sei jetzt noch kein Grund, „den Kopf in den Sand zu stecken“, so Gundelach.

„Wenn wir etwas tun wollen, dann müssen wir über den Tellerrand hinausschauen“, erklärte Gundelach. Nachgedacht werden könnte unter anderem über eine Ausdehnung des Anschlussgebietes, beispielsweise auf den Birkenhof.

„Wir schreien jetzt nicht Hurra“, so Bürgermeister Piet Mayr. „Ich hatte mir mehr Wirtschaftlichkeit erhofft.“ Nun sollen zunächst die Ergebnisse im Detail durch Spezialisten geprüft werden. „Danach werden wir weitersehen“, so Mayr, „Das ist jetzt der erste Ansatz“, gab sich jedoch Wolfgang Poschenrieder vom Energieforum zuversichtlich.

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