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Aus den Händen von Prodekan Czeslaw Lukasz (2. v. r.) erhielt Pfarrer Mathias Häusl symbolisch die Schlüssel zur Pfarrei.

Mathias Häusl

Zorneding hat einen neuen Pfarrer

17 Monate musste die katholische Pfarrgemeinde Sankt Martin in Zorneding auf einen neuen Pfarrer warten, nun wurde der neue Pfarrer Mathias Häusl in einem festlichen Gottesdienst offiziell in sein Amt eingeführt.

Zorneding– Die Kirche war am Sonntag bis auf den letzten Platz besetzt, gekommen waren nicht nur Bürgermeister Piet Mayr, seine Stellvertreterin Bianka Poschenrieder und Alt-Bürgermeister Franz Pfluger, sondern auch zehn Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und Feuerwehren.

Der Kirchenchor und die Musiker unter der Leitung von Kirchenmusikerin Megumi Onishi sorgten mit ihren klangvollen Darbietungen für so manchen Gänsehautmoment. Czeslaw Lukasz, Prodekan im Dekanat Trudering, dankte allen, die dazu beigetragen hatten, in den vergangenen Monaten das Leben in der Pfarrei aufrecht zu erhalten. „Empfangen Sie Pfarrer Häusl frohen und dankbaren Herzens. Möge durch seinen Dienst Glaube, Liebe und Hoffnung in uns allen wachsen.“ Pastoralreferent Christoph Müller verlas die Ernennungsurkunde, mit der Kardinal Reinhard Marx Häusl zum Pfarradministrator von Zorneding ernannte, dann erneuerte Häusl sein Dienstversprechen, das er bereits bei seiner Priesterweihe gegeben hatte, und erhielt aus den Händen von Prodekan Lukasz symbolisch die Schlüssel zur Kirche.

In der Predigt stellte Häusl sich den Gottesdienstbesuchern näher vor: „Ich schwebte nicht von Geburt an in einer rosaroten Wolke auf die Priesterweihe zu, sondern stand mit beiden Beinen fest im Leben“, meinte er augenzwinkernd. Nach einer unbeschwerten Kindheit im Berchtesgadener Land absolvierte er eine Lehre in der Saline Bad Reichenhall, bevor er im Spätberufenenseminar das Abitur nachholte, um dann in München und Augsburg Theologie zu studieren. Im Juli 1999 wurde er im Alter von 36 Jahren von Kardinal Wetter in Freising zum Priester geweiht. Nach diversen Stationen war er zuletzt als Pfarrvikar im Pfarrverband Höhenkirchen-Siegertsbrunn tätig. „Seit meiner Priesterweihe ist viel geschehen, was oft viel Kraft gekostet und mich manchmal an den Rand der Verzweiflung, aber letztlich auch zur Reife geführt hat.“

Er betonte, dass die Kraft, die von der Gemeinschaft ausgehe, viel größer sei als die Summe der Kräfte jedes Einzelnen: „Gemeinsam können wir ein Haus voll Glorie bauen. Wir müssen in unserem Leben das Reich Gottes nicht unbedingt vollenden, aber wir können dazu beitragen, das Leben für uns und für andere lebenswert zu machen.“ Grußworte kamen von Pfarrgemeinderat Norbert Vester sowie von Annemarie Rein vom Kirchenvorstand der evangelischen Christophoruskirche: „Die Ökumene ist in Zorneding längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, wir pflegen seit vielen Jahren eine gute Nachbarschaft“, betonte sie. Häusl versprach ihr auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit: „Ich habe Pfarrer Manfred Groß bereits kennengelernt, menschlich stimmt es“, versicherte er. Häusl bedankte sich außerdem bei allen, die ihn momentan an die Hand nähmen, um ihm die Gemeinde zu zeigen: „Noch genieße ich Welpenschutz“, meinte er schmunzelnd.

Susanne Edelmann

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