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Unterwegs zwischen Vaterstetten und Weißenfeld. Die Busverbindungen in der Gemeinde Vaterstetten sollen Orientierungshilfen sein bei den Plänen für Buslinien im Gemeindegebiet Zorneding.

SPD will ÖPNV verbessern

Zorneding: Mit dem Linienbus über die Dörfer

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Zorneding – Eine Buslinie, die die Orte Wolfesing, Ingelsberg, Pöring-Unterdorf, Pöring und Zorneding verbindet. Das hat die Zornedinger SPD vorgeschlagen. Rathaus, Geschäfte, Post oder Bücherei sollen auch ohne Auto erreicht werden können

Die zunehmende Bautätigkeit in den nördlichen Ortsteilen und die sich verändernde Altersstruktur der Bevölkerung erhöhe den Bedarf nach einer ÖPNV-Verbindung im gesamten Gemeindegebiet, so die Genossen zur Begründung ihres Antrags. Es liege nicht im Interesse der Gemeinde und sei den Bürgern auch nicht zuzumuten, wenn sie für die Inanspruchnahme der Infrastruktur wie Rathaus, Geschäfte, Post oder Bücherei stets auf das Auto angewiesen seien. Die einzige Buslinie, die laut SPD derzeit in Wolfesing halte, verkehre nur unter der Woche und verbinde den Ortsteil ausschließlich mit Baldham beziehungsweise Anzing. Sie sei daher als innerörtliche Verbindung wertlos.

Mit dem bereits vollzogenen und mit dem geplanten Wachstum der Gemeinde nördlich der Bahnlinie sei eine ausreichende Auslastung einer Buslinie zu erwarten, betonen die Genossen. Anzustreben sei eine ganztägige Versorgung zwischen 6 und 20 Uhr, unter der Woche mindestens im Stundentakt, am Wochenende möglicherweise reduziert. Zudem will die SPD auch die Möglichkeit prüfen lassen, das ÖPNV-Netz längerfristig mit einer Nord-Süd-Verbindung zwischen den S-Bahnhöfen Poing, Zorneding und Aying maßgeblich zu verbessern. Diese Nord-Süd-Achse erhöhe die Attraktivitat der Gemeinde als Gewerbestandort ebenso wie als Wohnort und unterstütze den Landkreis bei der Umsetzung seiner Beschlüsse zur Energiewende.

Die Idee zu diesem Vorstoß stammt vom SPD-Ortsvorsitzenden und Gemeinderat Werner Hintze. Auslöser der Überlegungen sei die Entwicklung in Wolfesing im Norden der Gemeinde gewesen. Er habe einer weiteren Bebauung kritisch gegenüber gestanden, so Hintze gegenüber der EZ. Die Mehrheit habe sich anders entschieden. Aber wenn weitere Bebauung kommen soll, dann müsse man auch die Konsequenzen ziehen.

Die Buspläne der Zornedinger SPD orientierten sich im Großen und Ganzen an den Gemeindebuslinien beim Nachbarn Vaterstetten, so Hintze. Eine Rolle spiele bei den Plänen auch, ob Zorneding nun Standort der neuen Berufsschule des Landkreises werde oder nicht. Falls die Bildungseinrichtung auf dem Areal nördlich der Bahn käme, sei ein Verkehrskonzept notwendig, damit vor allem Pöring nicht stärker vom Verkehr betroffen werde. Hintze sieht aber durchaus Vorteile in einem Schulstandort an der Bahn. Damit könnte sich eine Chance zur Verbesserung der Nahversorgung in Richtung Pöringer Unterdorf ergeben. Aber das ist Zukunftsmusik. Nun soll es zunächst in der Debatte um eine Buslinie gehen. Das Rathaus soll beauftragte werden, mit den zuständigen Stellen im Landratsamt Verhandlungen aufzunehmen.

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