1. Startseite
  2. Lokales
  3. Ebersberg
  4. Zorneding

Zorneding: Wunsch nach Tempo 30 und rechts vor links im ganzen Ort

Erstellt:

Von: Susanne Edelmann

Kommentare

Gut besuchte Tische: die Bürgerwerkstatt zum Thema Verkehr in Zorneding stieß auf großen Zuspruch.
Gut besuchte Tische: die Bürgerwerkstatt zum Thema Verkehr in Zorneding stieß auf großen Zuspruch. © se

Zorneding will den Durchfahrtsverkehr in der Gemeinde unattraktiv machen - das jedenfalls war das Ergebnis einer Bürgerwerkstatt.

Zorneding – Angenehm überrascht waren alle Beteiligten vom Erfolg der Bürgerwerkstatt zum Thema Verkehr: Trotz Wiesnauftakt waren zeitweise bis zu 70 Personen in den Zornedinger Martinstadl gekommen, um über Verkehrsprobleme und mögliche Lösungen zu diskutieren. Organisiert wurde die Bürgerwerkstatt von einer Lenkungsgruppe, der Gemeinderäte und andere Interessensgruppen angehören, die Moderation übernahmen Mitarbeiter des Planungsbüros InVia.

An acht Tischen wurden fünf verschiedene Themenbereiche bearbeitet. So gab es je zwei Tische zum Thema Fußgänger und Radverkehr, zum ruhenden und zum fließenden Verkehr sowie je einen Tisch zum Thema ÖPNV und zu innovativen Ansätzen. An allen Tischen wurde den ganzen Tag über lebhaft diskutiert, bevor am späten Nachmittag an jedem Tisch ein Sprecher die Ergebnisse, Wünsche und Ideen vorstellte.

Auf der Wunschliste ganz oben: Tempo 30 und überall rechts vor links

Ein Wunsch wurde von beinahe jedem Sprecher genannt: Tempo 30 im ganzen Ort, verbunden mit Rechts-vor-links-Regelung. Damit soll der innerörtliche Autoverkehr so unattraktiv wie möglich gemacht werden. Gefordert wurden aber auch mehr und bessere Rad- und Fußwege sowie die Verbannung von parkenden Wohnmobilen und Zweitautos aus der Ortsmitte, ein Durchfahrtverbot für LKW, Geschwindigkeitstrichter an den Ortseinfallstraßen und vieles andere mehr.

Kinder wollen weniger Autos

In einem separaten Raum gab es ein Programm für Kinder, die ebenfalls ihre Wünsche einbringen durften: Auch sie forderten Tempo 30 und mehr Kontrollen, sichere Radwege, mehr Querungshilfen und weniger Autos, die am Straßenrand parken, weil diese die Sichtbarkeit der Schulkinder gefährden. „Die Gemeinde soll den Fokus darauf legen, was möglich ist, nicht darauf, was rechtlich nötig ist“, wünschte sich ein Teilnehmer und ein anderer betonte: „Dieser Tag heute ist die Botschaft an die Gemeinde, dass sie die Rückendeckung der Bürger hat, mutige Entscheidungen zu treffen.“

Bürgermeister spricht von „Botschaft an die Gemeinde“

Bürgermeister Piet Mayr meinte, er habe sich bewusst zurückgenommen, viel zugehört und viele spannende und interessante Ideen aufgenommen. Sämtliche Ergebnisse der Bürgerwerkstatt werden protokolliert und das Protokoll in den nächsten Tagen auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht. „Der Gemeinderat wird sich auf einer eigenen Klausurtagung mit den Ergebnissen des heutigen Tages befassen“, kündigte Mayr an. „Ich hoffe, dass dann auch möglichst viel davon umgesetzt werden kann.“

Alle Teilnehmer äußerten in der abschließenden Runde, wie positiv überrascht sie von der großen Resonanz auf die Bürgerwerkstatt waren. Viel Lob gab es auch für die Lenkungsgruppe, die den Tag organisiert hatte: „Es hat Spaß gemacht“, äußerte ein Teilnehmer und ein anderer ergänzte: „Es macht Hoffnung, dass nun endlich was vorangeht.“ Eine Mutter lobte: „Toll, dass heute auch an die Kinder gedacht wurde, denn für die machen wir das alles hier. Die Kinder sind unsere Zukunft!“

Noch mehr Nachrichten aus der Region Ebersberg lesen Sie hier. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Ebersberg-Newsletter.

Auch interessant

Kommentare