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Anke Remus mit ihrer Müll-Ausbeute.

Zornedinger Grüne sagen Müll am Wegesrand den Kampf an

Mit „Plogging“ ins Frühjahr: Laufen und sauber machen

Laufen und dabei sauber machen. Das können zwei Zornedinger Gemeinderätinnen.

Zorneding – Kürzlich haben sich Grünen-Gemeinderätin Barbara Weiß und Anke Remus zum gemeinsamen Dauerlauf getroffen, um dabei auch den Müll anderer Leute wegzuräumen. Diese Tätigkeit nennt sich auf neudeutsch „Plogging“: Die Umweltschutz-Bewegung, die 2016 in Schweden begann, setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ (= aufheben) und dem Begriff „Jogging“ zusammen.

„Wir konnten es nicht mehr mit ansehen“

„Unsere Idee entstand schon, bevor wir von dem Trend erfahren haben“, so Remus. „Wir konnten es einfach nicht mehr mit ansehen, wie vermüllt der Ort, aber auch die Natur ist.“ Besonders ärgerten sie sich über die Radlstrecke entlang der B 304 in Richtung Eglharting: Täglich an Müll vorbei zu fahren, macht keinen Spaß. Auch Weiß hatte sich schon lange regelmäßig einen alten Müllsack in die Jacke gesteckt, wenn sie sich zum Sport aufmachte: Auf dem Hinweg vier Kilometer joggen, auf dem Rückweg Müll sammeln. Schon nach 500 Metern war der Sack voll, vor allem mit Plastikmüll.

Langsamer als Jogger

Die Spaziergänger staunten bei dem Anblick und es gab viele Gespräche über das, was am Wegesrand und unter den Bäumen hervorgeholt wurde. Einhellige Meinung: „Ja, das könnten wir auch machen, wir sind ja als Fußgänger langsamer als Jogger und uns fällt dadurch noch mehr auf.“ Je mehr Leute mitmachen, umso besser! Deshalb laden Weiß und Remus für heutigen Samstag, 30. März, ab 9.30 Uhr zum gemeinsamen „Plogging“ ein. Treffpunkt ist am örtlichen Ortsausgang Richtung Egl-harting. „Wir brauchen jede Hilfe, egal ob Jogger oder nicht“, so Weiß.  

VON SUSANNE EDELMANN

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